47t) Zur Geschichte der deutschen Sprache und iellcraliir,
1185. Allci» cr war »it reich des gutes
Doch was cr sinniges Mutes
Her Reimar und Hcr peterlein
Mlizcn diß Genoß an sinn wol sei»
Desselben wil ich dem Marner icl'e»1l9l). Wer maister Cunraden hat gesehen
von Wirzpurg oder sein gcdicht
Der setz in wol zu der Pflicht
Wan er volgt ir aller spor
Doch rennet in allen der Marner vor1195. Der lustig teutsch und schön lattin
Als frischen brnnncn und starke» wciu
Eemischet hatt in süß gcdön.
Meister Conrad ist Worten schön
Die er gar verr hat gewechselt1200. Und von latcin also gedrechselt
Das lützcl lavcn sie verneinen
An teutschen puchc» die nit zcmcn
Wer dichten wil der dicht also
Das weder zu niedrig noch zu höh1205. Seines sinncs flieg, das Mittel halte
So wirt cr wert bey jungen und alten.
WaS der mensch nich vcrflct
Trcg es im in die orcn gct.
Des hör ich mangc» torcn vernichte»1210. Mcistcr Conrads meisterliches dichte»,
Ich hör aber sei» gcdicht scllc»
Wol gclcrt pfaffcn schcllc».
1187. Hcr Reimar. Z» dc» Minnes. toiniiic» zwcv Rcmmar vor. Ei-ner ist Xeinmar der Vidiller, dcssc» Fragmente Th. 2. S. 1t»stehen; und dcr andre Reinmar von Zwetcr, Th. 2. S. 1^2—155,(cbcn dcr, dcssc» dcr Marner 2. 169 nicht zum Bcstcn gedenkt.) Hcrpctcrlei» kenne ich noch nicht.
118». Marner. Minncs. Th. 2. S 166—177. ein Schiller Waltersvon dcr Bogclwcide, S. 173.
1190. Tonrad von Wiirizburg. Minncs. Th. 2. S. 199—207.
1195. Ist noch cin Züob dcs Marners, au« welchem man schlicßc» solllc,daß cr Deutsch und Latcin uiitcr einander gemengt habe. Glcichwohl istdicscs cin Fchlrr, dcn cr gleich darauf an Conrad von Würzburg (zumThril) tadelt.