von den Minnesängern bis auf Lulhern.
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Frisch leitet das Wort Laiscn von Eleison. Sollte «6 nicht viel-mehr das alte Französische I.ais seyn, welches auch im Jtaliäni-scheu und Französischen vorkommt, und von welchem der neueste(5ngl. Herausgeber des Chauccr Vol. IV. S. 164. nachzusehen ist.1360.
„In derselbigen Zeit sung man ein neues Lied in Teutschen Lau-„den, das war gemein zu pfeiffcu und zu trommeln und zu allen„Freuden:
Wisset wer den seinen je auscrkiesct
Und ohn alle schuld seinen treuen Freund verliefet
Der wird viel gerne sicgelosEclrcuwcn freund den soll niemand lasenWen» man das vergelten »it cn tan."Limv. Chr. S. 18.
Die Chronik in Niedcrsächsischer Mundart 83. 12. iul>, worin nochmanches Gute ist.
„Auf dieses sang man aber ein gut Lied von Franwcnzuchtcn und„sonderlich auf ein Weib zu Straßburg , die hicse AgncS, und was„aller vhren werth, und trift auch alle gute Weiber an. Das Lied„ging also:
Eines reine» guten Weibes angcsicht
Und frölich zncht dabeyDie scind warlich gut zu schuZu guten Weibe» han ich PflichtWen» sie seind alles Wandels frey.Limp. Chron. S. 18.
„Darnach nit lang sang man aber ein gut Lied von Weiß und„Worten durch ganz Tcutschlaud also:"Ach reines Weib von guter Art
Gedenk an alle StetigkeitDaß man auch nie von dir saitDas reine» Weibe» übel steil.Daran soll» nun gedenkenUnd solt von mir nit wcnkc»Dieweil das ich das Leben han.
Noch ist mir eine Klage not
Bon der liebsten Franwc» mein,Da» »hr zartes Mündlci» rot