Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
521
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Ein zweytes Schreiben an den Herrn Dir. Schumann. 621

Paulus, und der Beweis aus Weissagungen und Wundern in demMunde des Origenes, hatte seine Stärke schon um ein großes, aberdoch nicht gänzlich verlohren. Denn jene übernatürliche Gaben, obsie gleich OrigencS nicht hatte, hatten doch noch andre fromme Chri-sten zu setner Zeit; und der Beweis, wovon jene übernatürliche Gabender Beweis waren, war folglich im Grunde noch eben derselbe, undkonnte nur seltener in seiner völligen Stärke geführt werden.

Ich sage; der Beweis des Geistes und der Kraft, wie ihn Orige-nes führte, war im Grunde eben derselbe, wie ihn Paulus geführthatte. Keiner von beyden hat ihn in einem engern oder weitern Ver-stände geführt: und es ist so wenig wahr, daß ihn der Apostel in ei-nem engern Verstände geführt habe, daß vielmehr, wenn ja ein Un-terschied gemacht werden sollte, der engere Verstand dem OrigencSbeygelegt werden müßte. Denn OrigcneS schon, weil die Wundergabcnnicht mehr in ihrem vollen alltäglichen Glänze herrschten, weil nurnoch Fußtapfcn und Spuren davon unter frommen Christen übrig wa-ren, mußte sich mehr auf die blos erzählten Wunder zurückwerfen,wenn er mit spöttischen Feinden der christlichen Religion zu thun hatte.Und doch hat er sich nie so sehr daranf zurückgeworfen, daß er nichtmit deutlichen Worten gesagt,

Ueber die von der Kirche angenommene Meynung,

daß es besser sey, wenn die Bibel von dem gemeinenManne in seiner Sprache nicht gelesen würde,gcgcn Herrn Hauptpastor Göze zu Hamburg. ")

E ln g a n g.

Äey Gelegenheit der nähern Prüfung, welche der Reichshofrath überZZahrdts neueste Offenbarungen Gottes zu verhangen, nöthig ge-sunden, und die noch bis diese Stunde zu keiner wirklichen Unter-drückung dieses Buchs gediehen, indem die Exemplare desselben nureinstweilen bey Seite gcschaft worden: ist mir im Itcn Stückedes Anti-Göze folgende Stelle entflossen:

°) Theologischer Nachlaß S. 103.