Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
541
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Bibliolatrie.

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wenn ja die Sache Gözens die Sache der Kirche seyn soll: so un-terscheide er wenigstens diese Sache von diesem Anwaldc,

Damit ich ihm aber die endliche Erkennung so viel möglich er-leichtere, und zugleich die Umsicher, die eine unschuldige Reugier etwaum uns versammlet hat, in den Stand setze, wenn nicht mit ju ent-scheiden, doch mit zu urtheilen; muß ich meine Schrift in drey Ab-schnitte theilen, in einen historische», in einen thetischcn und in einenepanortholischcn.

In dem ersten, historischen Abschnitte muß ich um Erlaubniß bit-ten, die Sache ganz von neuen zu erzählen, und einige Aktenstückeder Welt nochmals in extenlo vor Augen zu legen. Ein Beklagter,der nur losgesprochen wird, hat seinen Proceß nur halb gewonnen.Er wird losgesprochen, weil er sich gut vertheidigt hat. Aber seinguter Name leidet doch immer, so lange er nicht zeigen kann, daß erauch nicht einmal angeklagt hatte werden müssen.

In dem zweyten, dem thclischen Abschnitte, will ich alle die Satzegut zu machen suchen, deren Unerwicsenhcit man so höhnisch für Un-erweiSlichkeit auSgiebt. Daß man mir die Beweise so lange borgenmüssen, daran hat der allein Schuld, dessen Verbindlichkeit es vor-nemlich gewesen, sie zu exeauiren. Aber so find nun diese Elende!Sie exeauiren bey niemand lieber, als wo sie so ziemlich sicher seynkönnen, daß die Zahlung nicht parat liegt.

In dem cpanorthotischcn Abschnitte will ich die gelieferten Beweiseaufs neue unlerbancn, und sie besonders gegen den Gelehrten retten,der nothwendig einige davon errathen mußte; und sich der Widerle-gung derselben so viel leichter nahen durfte, als er mit Recht sagenkonnte, daß er sie nur errathen habe.

Von diesen drey Abschnitte» bitte ich alle, die mich lesen, keinenohne den andern zu beurtheilen. Auch das ist meine Schuld nicht,wenn mein Vertrag ein wenig dcsullorisch scheint. Er mußte schonselbst meinem gymnastischen Tone zu Hülfe kommen, um ihn in denpräcis dogmatischen Ton zu übersetze», wozu nichts weiter erfodcrtwird, als die billige Voraussetzung, daß ich etwas Ungereimtes, etwasganz AcrgcrlichcS weder sagen könne» »och wollen.

Nur dem einzigen Stänker gilt diese meine Bitte nicht, der hä-misch und klein genug ist, Händel anzuspinnen, die er selbst durchzu-setzen weder Herz noch Kraft hat. Nur den Herrn HauptpastorGöze gilt sie nicht. Der kann cS halten wie er will! InleelvlurIwe opus nofiium etiarll wsleciietis. Immerhin!