Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
594
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Theses aus der Kirchcngcschichte.

zum Christenthum - nothwendig gehöret, sich lediglich an eine solcheVorschrift zu halten?

S- i>-

Oder wenn Christus jene Dinge seiner mündlichen Verfügungwürdigte: warum nicht alles Ucbrige, was die Apostel von ihm leh-ren/ und die Welt von ihm glauben sollte?

§- 10-

Darum nicht, weil keiner solchen Vorschrift oder Verfügung indem neuen Testament gedacht wird?

s 11-

Als ob die Verfasser derselben jemals vorgegeben hatten, alles/ al-les verzeichnet zu haben, was Jesus gethan oder geredet? Als ob sienicht vielmehr gerade das Gegentheil gestanden, ausdrücklich/ wie cSscheinet/ um den mündlichen Ueberlieferungen noch neben sich Raumzu gönnen?

8. 12

Ist es nicht genung/ daß die ersten Christen einen dergleichen vonChristo selbst verfaßten Jnbcgrif aller Glaubens-Lehren/ den sie liogulam üllei nannten / geglaubt haben?

§- 1Z-

Ist es nicht genung/ daß die ersten Väter der christliche» KircheSpuren eines solchen JnbcgrifS, selbst in den Schriften des neuenTestaments/ erkannt haben?

§ 14.

Ist cS nicht genung/ daß sich auch noch von uns bey den Evan-gelisten der Zeitpunkt und die Umstände erkennen lassen, wenn undunter welchen ein dergleichen Jnbcgrif von Christo verfaßt worden?

§- 15.

Und wenn sich endlich gar die Ursache angeben läßt, warum keineausdrücklichere Erwähnung desselben geschieht; warum cS von keinemeinzigen ncutestamcntlichen Schriftsteller angeführt worden: was wollenwir weiter? Entweder wir müssen von der christlichen Religion aufblos historische Gründe nichtS/ gar nichts annchmcn: vdcr wir müs-sen auch das annehmen/ daß es zu jeder Zeit eine authentische Glau-vcns-Formel gegeben hat;

§. 16.

Die mehr enthielt, als die bloße Formel, worauf Christus zu tau-fen befohlen,

s- 17.

Die nicht erst gelegentlich aus dieser Formel erwachse»;