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11 (1839)
Entstehung
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595
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Theses aus der Kirchengeschichlc.

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§- t8.

Die nicht erst später aus den Schriften der Evangelisten undApostel gezogen worden;

§--

Die nicht ihre Glaubwürdigkeit aus der Uebereinstimmung mitdiesen Schriften hatte;

§- 20,

Die ihre Glaubwürdigkeit aus sich selbst hatte;

§. 21.

Die allein der unstreitige Probierstein der Rcchtglaubigkeit war;§. 22.

In die alle Kehcr erst übereinstimmen mußten, ehe man sie wür-digte, mit ihnen über Glaubens-Lehren aus der Schrift zu streiten;

§- 23.

Kurz: mit der die Schrift alles; ohne die die Schrift nichts war.§. 24.

Ich verstehe aber hier unter Schrift blos die Schriften des neuenTestaments, welche man erst spät mit unter der Benennung Schriftzu begreifen angefangen.

§ 23.

Bei den allerersten Christen ward unter Schrift, z^«^, nur dasalte Testament verstanden.

Clericus »wchlc mis gerne des Gczcnihcil davon bereden. UM, «cci.lee. priwo p. 467. und die beygebrachte» Beyspiele sind naher zu un-tersuche». Verglichen mit ci. II. 15. p. 47S

Daß Irenäus demobngeachlct auch die Bücher des Hermas mitdem Namen der Schrift beehret, wie Clericus anmerkt, 46S. ncmlichMiro V. c, 20. weshalb entweder ein weiter oder engerer Sinn desWorts anzunehmen; oder zuzugeben, das; ans dem Worte überhauptnicht zu schlicsscn

§. 26.

Nur in diesem Verstände war die Schrift der Grundstein derchristlichen Religion; nur in diesem Verstände war die üegula luicians der Schrift gezogen.

§. 27.

Das neue Testament ist mir ganz allmälig zu der Würde des al-ten gestiegen; und ich gedenke mir die Entstehung desselben und dieverschiedenen Epochen seines Ansehens folgendermaßen:

Z. 28.

Vor allen Dingen wäre zu untersuchen, ob die Juden selbst mit

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