Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
607
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Ueber die (5ulsichuna der geoffenbarten Religion, L07

dein, heiße» moralische Wesen, das ist solche/ welche einem Gesetzefolgen kbnncn.

§- 2v.

Dieses Gesetz ist aus ihrer eigenen Natur genommen, und kannkein anders seyn, als- handle deinen individualischen Vollkom-menheiten gemäß.

§. 27.

Da in der Reihe der Wesen unmöglich ein Sprung Statt findenkann, so müssen auch solche Wesen cristircn, welche sich ihrer Vollkom-menheiten nicht deutlich genung bewußt sind,

Ueber die Entstehung der geoffenbarten Religion/)w 6

Lilien Gott erkennen, sich die würdigsten Begriffe von ihm zu ma-chcn suchen, auf diese würdigsten Begriffe bey allen unsern Handlun-gen und Gedanken Rücksicht nehmen: ist der vollständigste Jnbegrifaller natürlichen Religion.

§-

Zu dieser natürlichen Religion ist ein jeder Mensch, nach demMaaße seiner Kräfte, aufgelegt und verbunden.

§.

Da aber dieses Maas bcv jedem Menschen verschieden, und so-nach auch eines jeden Mensche» natürliche Religion verschieden seynwürde: so hat man dem Nachtheile, welchen diese Verschiedenheit,nicht in den, Stande der natürlichen Freyheit des Menschen, sondernin dem Stande seiner bürgerlichen Verbindung mit andern, hervor-bringen konnte, vorbauen zu müssen geglaubt.

§-

Das ist: so bald man auch die Religion gemeinschaftlich zu ma-chen, für gut erkannte; mußte man sich über gewisse Dinge und Be-griffe vereinigen, und diesen conventionellcn Dingen und Begriffeneben die Wichtigkeit und Nothwendigkeit beylegen, welche die natür-lich erkannten ReligionS -Wahrheiten durch sich selber hatten.

°) Theologischer Nachlaß S. 24S.