Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
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702
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Philologischer Nachlaß,

8urglt Iiumus: crokeunt loea rleerekcenlilius urilZis,pokt<zuo 6iem lonxsm ou«lal!» eaeumiaa tz'Iva:Olteo6ullt

Diese Stelle ist schön und malerisch; sie würde aber noch weitmalerischer seyn, wenn der Dichter seine Züge auch so geordnet hätte,wie die Dinge selbst in der Natur auf einander folgen. Die Hügelmüssen eher wieder hervorzukommen scheinen, als die Flüsse in ihrVeite zurücktreten. Jenes ist das Zeichen der abnehmenden Uebcr-schwemmung, und in diesem ist schon keine Spur mehr davon. Die-ses ist der Fehler, den Ovid fast in allen seinen Gemälden hat. Erist reich an wahren und schonen Zügen; aber er wirft diese Züge un-ter einander, und entkräftet sie durch sein ii^tleroa proleion.

V. 36t. IXamciuv ego (ereile milii) lZ te moclc, ponlus liniieret,

'ke te^uerer coniux: A wv quoczuo poulus iislieret.und 324. Lt. luperslle viclet «je tot moilo milliliiis uuum,Lt superalle villet cle tot moilo milliliu8 unsm.Die Alten und besonders Homer drückten eben dasselbe Ding miteben denselben Worten aus. Aber Lvid macht aus dieser nachdrückli-chen Simplicität öfters ein Spielwerk.

V. lemper liiilieliunt

1?e cowa, to cilliaroe, te noltroe, I^sure, plrsrelr».sagt Apollo. Die Schläfe und Cilher desselben findet man in den al-ten Denkmählern mit Lorbeer umwunden. Aber auch den Köcher?Es würde gelehrt seyn, wenn cS ein neuer Künstler thäte, und gewißeine besondre Wirkung thun.

V. 729. Ein schönes Gemälde der bittenden Jo am Ufer des NilS:t)ueir> (tXilum) limul ae tetigit, polllis in margine ripseI?roeuliuit xeoiliuZ, resujiinoczue arilua collo.<^uos potiiit, tvlos iollens scl lulera vullusLt szemitu 6^ laer^mis <^ luetitollo mugitut!um ^ove vila izueri ekt lillem«zue orare walorum.Die Gemälde der Action sind nicht sowohl Gemälde des Körpers,als der Handlung dieses Körpers, und kommen dem Dichter also sehrwohl zu. Nur ist dabey zu beobachten, daß sie nicht mehr Zeit weg-nehmen, als in der Natur selbst dazu erfordert wird; welchen FehlerRichardson sehr oft begeht, wenn er die GestuS seiner Personen malt.Es müssen diese Gestus auch anhaltend seyn, in welchen die Person