Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
705
Einzelbild herunterladen
 

Philologischer Nachlaß,

705,

L. 383. Gcstus des Amor, der den Bogen spannt:(1ppl»6lof>uo xenu curvavit llexilo coinu.

Seneca's Tragödien.

(Einige Lesarten zweyer Mannscripte, die sich auf der Rhediger-schen Bibliothek in BreSlau befinden.)

OoiZ. XXVI. gpiiil Xrao?ium°)

Lere. ?ur. 22. Eronovins liest aus einer bloßen Muthmaßungstatt loeum: torum. Nun lieset zwar dieser Loäex auch locum;man sieht aber, daß dieses Wort corrlgirt ist, und es scheint vorherleelum geheißen zu haben. I^cotum aber leidet der VerS nicht, undcS scheint also Glosse für lorum gewesen zn seyn, wodurch LrouovüVermuthung gewissermaßen bestätigt wird.

Dieser iüoilex hat verschiedene Lücken. So fehlen z. E. im llorc.kur. V. 123 161. incl.

e°-z. xxix.

Uerc. k'ur. 19. 8elZ veleia c^ueiimur: vria rue 6irs ao kera,ist die Lesart des Eronovius, da die gemeinen, und auch der vorigetocZex, alle lesen:

Lee! vetera 5ero «zneri'mur, ui» me 6ira ae 5era.Dieser Lorlex hingegen liest:8eck veiera tero czuvrimur, una we 6ira.Da aber «Zira die erste Sylbe lang hat, so wird besser seyn, daßeiira ac ausgelassen und gelesen wird, so wie kaliricii»:8e6 vetera kero «zuerimur, uoa me sera.Genug, daß durch diese Lesart bestätiget wird, daß eins von bey-den Epilhetis überflußig ist.

o

V. 61. liefet er anstatt psvieium kolcru, sehr schön: pMclnm-kluo lölem.

Man sieht zwar deutlich, daß es eine neuere Corrcctnr ist, dochist sie offenbar der allen Lesart vorzuziehen.

o

V. 627. Anstatt liella per omoia, welches hier keinen besondernVerstand macht, lieset der <?o6ex weit richtiger: regua per omnia.

°) Wahrscheinlich das nachgeschriebene Collegium von Rranzens Be-schreibung der eoalcum dieser Bibliothek, welches man häufig antrifft. Fülle!',LessngS Merk- XI, 45