Philologischer Nachlaß.
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schlagen. Im Fieber declamiren, sagt Martial, ist wahre Raserey;eS wäre denn, daß man sich nicht anders in den Schweiß bringenkönnte. Aber doch ist es etwas Großes, läßt er den Matho einwen-den. Nein, erwiedert er hierauf, in der Hitze des Fiebers schweigenkönnen, ist etwas Großes:
IVIüßna Ismen res ett, errsns eura viscers tebris
Lxurit, res ett mggns tseere, klaiüo.Die ersten Worte klagns tsmeo res ett, sind der unterbrocheneEinwurf des Matho, worin ich mit allen Auslegern überein komme.Nur das errsns kann ich nicht so gut vertragen, wie sie. Nicht, alsob errsns kebris keiner Bedeutung fähig wäre: sondern weil diesesBeywort hier nichts sagt. Denn das Fieber mag seine gesetzte Feithallen oder nicht; die Kunst in der Hitze desselben schweigen zu kön-nen, ist einmal so groß, wie das andere. Besser also, man liefet:
„»Isgns tarnen res ett" — Lrras! oum visoera telirisLxurit, res ett insZns tocere, »Isllio.
»
Die Alten legten ihre Kleider, wie wir oft die Wäsche, in Klei-dcrpressen. II. 46.
— ins tuuvotilis uellueeot proels lacernis.
»
Die Aerzte ließen auch bey dem Fieber baden. II. 40. (wo morliusliemitrilscus so viel ist, als teliris temiterlisus). Wie befremdendist das itzt!
«
Ob unsre Aerjte mehr verstehen, als die alten, weiß ich nicht,aber das weiß ich, daß sie ehrlichere Leute sind. Sie mausen nicht.Bey den Allen hingegen war ein Arjt und ein Dieb gar öfters ineiner Person. S. auch !>lsr>ial. lili. i). 97. Harduin sä ?Iiu, 43,Leer . 3. p> m. <>40. hat den wahren Witz in diesem epigramm nichteingesehen.
LIinieus Ilerocles trullam tuluZnxerst vegro:Depreutus 6ixit: Ltulte <iuiä erZo viliis.(Dieser HerodeS war ohne Zweifel ein Jude).
Prosaiker.Cicero,lilietor. sä llerenv. lib. I.
ES ist eine feine Bemerkung des Verfassers, wenn er räth, daßman in dem Falle, wenn die Aufmerksamkeit der Zuhörer bereits er-
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