Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
536
Einzelbild herunterladen
 

5!ZL

Laokccn.

ist, »nd der sich dem ohngeachtct auf seinen Werken der vollen-deten Zeit bedienet, zu jenen alten Künstlern nicht gehören; erkann kein Zcilvcrwandter des Apcllcs, des Lvsippus seyn, son-dern er muß in spätere Zeiten gesetzt werden.

Kurz; ich glaube, es liesse sich als ein sehr zuverlässiges Kri-terium angeben, daß alle Künstler, die das x-r»c>i</x gebraucht,lange nach den Zeiten Alerandcrs des Grossen, kurz vor oderunter den Kavscrn, gcblühct haben. Non dem Kleomcncs istes unstreitig; von dem Ärchclaus ist cS höchst wahrscheinlich;und von dem Salpion kann wenigstens das Gegentheil aufkeine Weise erwiesen werden. Und so von den übrigen; denAthcnodorus nicht ausgeschlossen.

Herr Winkelmann selbst mag hierüber Richter seyn! Dochprotestirc ich gleich im voraus wider den umgekehrten Satz.

stellen lasst». Das zwcvlc ist pom ^hilocharcs, das erste vom Nicias. Wasro» jenem gesagt wird, ist klar und deutlich. Aber brv diesem findc» sichSchwierigkeiten. Es stclllc d!c Nemea vor, ans ciimn Löwe» sitzend, cincii^palmc»zwcig in der Hand, iicden ihr ein alttr Mann mit einem Stäbe, vu-^»ti tu>,ni c!l>iut liiiiiii» >)ig!v liu>i^»tl>-l. Was lwiszt das? Uel'cr dessen Haupteeine Tascl l'ing, worauf ein zwcvspännigcr Wagen gcmablt war? Das ist»och der einzige Ein», den ma» diese» Worten geben kann. Also war ausdas Hauplgcmähldc «och ei» a»dcrcs kleineres Gemählde gebange» ? U»d bcvdcwaren von dem Nickis? So »ms! es Harduin genonniic» habe». Demi wowäre» l'ier so»st zwev Gemählde des Nicias, da das andere ausdrücklich demiPl'ilocl'ares zugeschrieben wird? lul^riM ipiUur xi-miu-v Iiuic l-UiuIiv

«vi»<?» i» limu-«wlltti»: U IXlKI^.^ I^LX^^^k^K; »Iiiue i»lt-uv Irili»!> «»«.risi»», >>«!» »>)kvl»>>: füllt«: i»t^iii>lil, ll.I.I! t't)^!It', ii>l>i<.!>-vii I>r»'til>iu iltl ?'i>ui», >iuo Ii!>c tu,» »eile. Ich nioclilc den Harduitt tra-gen: wen» Nicias nicht dc» Aoristum, sondern wirklich das Jmpcrfeclumgebraucht liallc, »plmiuS aber l'ällc blos bemerke» wollen, das! der Meister,anstatt des z'^«,^k^v, -Vxatktv gebraucht I'ältcj würde er in seiner Spracheauch nicht »och alsde»» habe» sage» müssen, >i>:i!>8 serj>>tu tu inuMU'v? Dochich will hieraus »icht bcstelwn; es uiag wirklich des Plinius Wille gewesensev», eines von den Werken, wovon die Rede ist, dadurch anzudeuten. Weraber wird sich das doppelte Gemählde einrede» lassen, deren eines über demandern grl'angcn? Ich mir uimmcrmehr. Die Worte >-u^»ü s»nra c!,,>»liiijz-v U>-i»-i»!»l, können also nicht anders als verfälscht sev». 'r-Una-»>»i!i!>!, ei» Gemählde, worauf ein zwevspännigcr Wagen gcmahlel, klingt nichtsehr Pliuianisch, wen» auch ''plinius scho» sollst den Si»gularcm von iiigu:braucht. Und was sür ein zwcvspäuniger Wagen? Etwa», dergleichen zudc» Wcllrcnnc» in de» Nculcäischc« Spiclc» gebraucht wurde»! so das; dieses