Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
83
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Erster Band.

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tragen, und dcr nützlichsten Zeitvcrkürzung für andere, die garkeine Geschäfte haben wollen, (das wird doch wenigstens dasTheater seyn?) durch ihre bloße Thcilnchmung aufhelfen möge: und sehe und höre um sich.Dem Himmel scy Dank, ruftnicht blos dcr Wucherer Albinus, daß unsere Bürger wichtigereDinge zu thun haben!"

- - - - Lu!

15cm zwlei-l« kei viu-o lu.iin! - -

Wichtigcrc? Einträglichere; das gebe ich zu! Einträglich istfreylich untcr uns nichts, was im geringsten mit den freyenKünsten in Verbindung stehet. Aber,

- Iioco animos u^iugo ot cui'a zioeuli

<üum lomel iml>uei'it -

Doch ich vergesse mich. Wie gehört das alles zur Zclmirc?

Du Bclloy war ein junger Mensch, dcr sich auf die Rechtelegen wollte, oder sollte. Sollte, wird es wohl mchr gcwcscnseyn. Denn die Liebe zum Theater behielt die Oberhand; erlegte den Bartolus bey Seite, und ward Komödiant. Er spielteeinige Zeit unter der französischen Truppe zu Braunschwcig, machteverschiedene Stücke, kam wieder in sein Vaterland, und wardgeschwind durch ein Paar Trauerspiele so glücklich und berühmt,als ihn nur immer die Ncchtsgclchrsamkcit hätte machen können,wenn cr auch ein Bcaumont geworden wäre. Wehe dem jungendeutschen Gcnic, das dicsen Wcg einschlagen wollte! Verachtungund Bettclcy würden sein gewissestes Loos seyn!

Das erste Trauerspiel des Du Bclloy hcißt Titus; und Zcl-mirc war scin zweytes. Titus fand keinen Beyfall, und wardnur ein cinzigcsmal gespielt. Aber Zclmirc fand desto größcrn;es ward vicrzchnmal hinter einander aufgeführt, und die Pari-ser hatten sich noch nicht daran satt gesehen. Dcr Inhalt istvon des Dichters eigener Erfindung.

Ein französischer Kunstrichtcr (°) nahm hiervon Gelegenheit,sich gcgcn die Trauerspiele von dieser Gattung überhaupt zu er-klären:Uns wäre, sagt cr, ein Stoff aus dcr Geschichte weitlicbcr gcwcscn. Die Jahrbücher dcr Wclt sind an berüchtigten

(°) lourn»! enc^clupüUili»-?. lulllet t?6S.

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