Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
229
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erster Band.

229

Materie nicht hätte dehnen müssen, lim fünf Akte damit vollzu-machen. Er jammert mehr als einmal über cotto longuv c-uri^rvcllZ einy »etos «zui vtt proiÜFlousvmvnt llitisieüo iviniilir f»nsv^itulZes Und nun für dicscsmal genug von der Mcrope!

Ein und fünfzigstes Stück.Den 23sten Octobcr, 1767.

Den neun und dreyßigstcn Abend (Mittcwochs, den 8tc»Julius,) wurden der vcrhcyrathcte Philosoph und die neueAgiicsc, wiederholt.

Lhevricr sagt, daß Dcstouches sein Stück aus einemLustspiele des Eampistron geschöpft habe, und daß, wenn diesernicht seinen ^aloux ävlaliulu geschrieben hätte, wir wohl schwer-lich einen vcrhcyrathctcn Philosophen haben würden. Die Ko-mödie des Campistron ist unter uns wenig bekannt; ich wüßtenicht, daß sie auf irgend einem deutschen Theater wäre gespieltworden; auch ist keine Übersetzung davon vorhanden. Mandürfte also vielleicht mn so viel lieber wissen wollen, was eigent-lich an dem Vorgeben des Lhcvricr sey.

Die Fabel des Eampistronschcn Stücks ist kurz diese: EinBruder hat das ansehnliche Vermögen seiner Schwester in Hän-den, und lim dieses nicht herausgeben zu dürfen, möchte er sielieber gar nicht verhcyrathen. Aber die Frau dieses Brudersdenkt besser, oder wenigstens anders, und um ihren Mann zuvermögen, seine Schwester zu versorgen, sucht sie ihn auf alleWeise eifersüchtig zu machen, indem sie verschicdnc jungeMannspersonen sehr gütig aufnimmt, die alle Tage nntcr demVorwandc, sich um ihre Schwägerinn zu bewerben, zu ihr insHaus kommen. Die List gelingt; der Mann wird eifersüchtig;und williget endlich, um seiner Frau den vermeinten Vorwand,ihre Anbeter um sich zu haben, zu benehmen, in die Verbin-dung seiner Schwester mit Clitandern, einem Anverwandten sei-ner Frau, dem zu gefallen sie die Rolle der Eoqucttc gespielthatte. Der Mann sieht sich berückt, ist aber sehr zufrieden, weiler zugleich von dem Ungrnndc seiner Eifersucht überzeugt wird.

l°) S. den 5lcn und 7ttn Abend, Scitc 46 und 64.(°°) I/MilLivs>cur ile« Spvclso l ^1". II. p. 135-