Druckschrift 
7 (1839)
Entstehung
Seite
443
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Zweyter Band.

Hundertstes Stück.Den t5ten April, 1768.

Demca, wie schon angemerkt, will im fünften Akte demMicio eine Lcction nach seiner Art geben. Er stellt sich lustig,lim die andern wahre Ausschweifungen und Tollheiten begehenzn lassen; er spielt den Freygebigen, aber nicht auö seinem,sondern aus des Bruders Beutel; er mochte diesen lieber aufeinmal ruinircn, um nur das boshafte Vergnügen zu haben,ihm am Ende sagen zu können:Nun sich, was du von dei-ner Gutherzigkeit hast!" So lange der ehrliche Micio nur vonseinem Vermögen dabey zusetzt, lassen wir uns den hämischenSpaß ziemlich gefallen. Aber nnn kömmt es dem Vcrräthcrgar ein, den guten Hagestolz mit einem alten verlebten Mütterchenzu verkuppeln. Der bloße Einfall macht nns Anfangs zulachen; wenn wir aber endlich sehen, daß es Ernst damit wird,daß sich Micio wirklich die Schlinge über den Kopf werfen läßt,der er mit einer einzigen ernsthaften Wendung hätte ausweichenkönnen: wahrlich, so wissen wir kaum mehr, auf wen wir ungc-haltncr seyn sollen; ob auf den Dcmca, oder auf den Micio. (")

Demea. Ja wohl ist das mein Wille! Wir müssen von nun anmit diesen guten Leuten nur eine Familie machen; wir müssen ihnenauf alle Weise aufhelfen, uns auf alle Art mit ihnen verbinden.

Aeschiuus. Das bitte ich, mein Vater.

Micio. Ich bin gar nicht dagegen.

Demea. Es schickt sich auch nicht anders für uns. Denn erstist sie seiner Frauen MutterMicio. Nnn dann?

Demea. Auf die nichts zu sagen; brav, ehrbar

Micio. So höre ich.

Dcmca. Bey Jahren ist sie auch.

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