VI. Weltliche Lieder- und Gedichtsammlungen. 1550.
XXV. BVlschafft schat ncnt, macht hurtig leut,gut fittcn vn- hübsch berdcn.Verbirgt sich nicht, gar balv man sich,wz für ein mensch will werden.Was ctwan' war, vnflctig gar,das mutzt sich jctz mitt fleisse,das im wol stand, sein schuch vnd gwand,vnd vm' den kopff hübsch glcisse,dz mau es lob vm prepsse.
XXVI WAn- ich lang klag, gleich alle tag,
v»' grim' mich seer, hab nichts dcstmer,
dan' schad v»' spot, zusambt meinr noth,
trag ich darnan, wer kan, das vntherlan,
vnd schweigen still, der setz allevn in' Gottes will.
XXVII. SJe ist mein glück, wa» ich mich schick,vn' halt zu jr in trewenn,
Wiewol es ist, daß offt durch list.solch glück znrgadt mit rewcn.Schafft daß in mir, ist solch bcgir,do durch ich mag nit schwcigenn,vn' bergen daß, mir lieber waß,dan' singen pfeiffcn geigen,dann singen pfciffen geigen.
XXVIII. EJn Läppisch man, d' narre' kan,den hallt ma- scha', zu spot vnd han,ein kapp stet jm nit vbcl an,
voll schellen dran,
die weit die muß zu lachen han.
XXIX. AN dich mein Hort, mörck vff die wort,kein frid ich hatt vff erden,
Wo du mir nit, nach truwcr bitt,wölst gnedig sein vnd werden.Seit ich mich dir, vß gantzcr bgir,gutwillig thun erzeugen,mein leib vu' gut, früntliches plut,ergeben will für eigen.
XXX. WEllt hin wellt her, ich sich nit mer,vil trew noch ehr,
den' wer vil gellt, hat in' der wellt,dem ist altzeit sein adel bstcllt.
XXXI. MEin gblüt vnd sin, iebt sich fürthin,nach kleinem gut zu stellen.
So fast das mich tribt hindersich,kein streich vn' stich, vo' gsellen.Bei gsellen gut, ist freid vn' mut,ouch lustes vil, daru'b ich wil,mein zeit bei jn vcrtciben,vnd achten nit, waß einer git,zur vrten ob d' scheide'.
XXXII. EJnr iunckfrawn zart, adlichcr art,thct ich knntschafft erlangen.
Dcru zucht vn' schön, für all ich krön,sie hat mein Hertz vmbfangen.Gewaltiglich, gib vn' versprich,jr eigen mich, dan' sie hatt sich,