VI. Weltliche Lieder- und Gedichtsammlungen. 1550.
günstig gehn mir erzeyget,demnach zu ir, mein lieb vn' gir,inn trcwen ist gcneygct.
XXXIIl, ES ist gemacht, vv' gründ bedacht,eh» rcchnung mir, scharst mit begir,darin' mich soll erkunde».Was die bedeut, desselben streit,bin' ich zu jung, kum erst in' sprung,hab guten radt erfunden,durch Göttlich gnad daß mir on schad,die rechnnng ist, wie vill bvß lift,fint vff der ban, bin ich darvan,deß acht ich nit,
es leidt am bschlnß vn' Wirt woll quit.
XXXlIII. NVr uerrisch sein ist mein manicr,die zu behalten, ich beger.Ich trinck vil lieber wein, dann bier,der narre' thnt ma' finden mcr.Wein ist mein frcud zu aller zeit,zu wein bin ich beschaffen,wein macht mir nntt, frischt mir mein blnt,macht mich lustig zu schlaffen;n vol sei» bin ich bschaffen.
XXXV. WEr Hoffart treibt mit fremdem gut,vnd furt ein brach tisch leben.Der halt sich selbs in guttcr Hut,das er nit werd vmbgeben.Mit armntci, in bettlerei,zletst mnß im elend wonen,vnd hin vn' für, Wirt giagt für thicr,Nun ga'g mir auß den bonen.
XXXVI. ELlcnd ich rieff, vn- seufftz so tieff,dz ich hertzlicb soll meide'.
Dein schön gestalt, ga'tz manigfalt,
bringt mich in senlichs leiden.
Das schafft dz ich, dir nit frenntlich,
beiwone' mag in' frevden,
vn' also muß, mir schwerer bnß,
vo' dir mein tröst sein gschevdcn.
XXXVII. WEr wcvst noch wicß sich schicken Wirt,mich irt, nit was man sagt,
all Welt sich clagt,so bkfftig hart, vn- stctigs wart,groß vnglnck hie vff erden,wer wcvst möcht besser werden.
XXXVIII. FRölich mnß ich singen,kcinr traurigkeit mccr Pflegen,zeit thut rose» pringcn,
die son ku'vt noch dem rege»,
nock' dem Winter kalt,
so ku-pt der somcr balt mit gwalt,
noch d' finstrer nackt,
der helle tag anfacht mit macht,
also hoff ich, werd sich dz glnck auff mich,
in knrtzer zeit auck wenden,
darumb ich wil, sein still,