Druckschrift 
2 (1864)
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

2^

VI. Weltliche Lieder- und Gedichtsammlungen. 1550.

biß ich erfüll,

darnach mein Hertz thut lendcn.

XXXIX, ICH denck offt vil, vn- geh fort still,noch kan ich nit befinden.Abschlagn de' muth, der gselschafft gut,den' da bleibt nichts dahindcn.Im' Polowitz, wachsen die spitz,gcpfla'tzt in' hohen freiden,wo es zugeht, v»' also steht,wer. kan gut gsellcn meiden.

XI.. LJcb ist subtil, fiirt gfärlich spildurch vnfal bald verletzet,nun senft da»' scharpff, gut maß bedarff,min Hertz sich drab entsetzet,noch zwingt inbrunste, ins frewlins gunst,der ich in crn thut Pflegen,lieb freid vn' leid, durch bscheidcnheit,mus trawrigs end erwcgen.

Xl.1. EI» armer man' wolt weiden,zu evner frawe' redt,wolt gern mein kurtzwcil treibenmit euch, an ewerm beth,die fraw die lacht, ja morn zu nachtich wil vor von dir wissen,was du vermagst, vn' mirs nit sagst,was du vermagst, vn' mirs nit sagst,so loß mich on beschissen.

Xl.II. ENtlaubet ist der walde,gen disem Winter kalt.Beraubet werd ich balde,meius liebs dz macht mich alt.Das ich die schön muß meide',die mir gefallen thut,bringt mir manchfältig leibe',macht mir fast schwere- mut.

Xl.lll, ELleud pringt pein, dem hertzen mein,so ich dich lieb muß meiden,Mein Hertz schreit ach, vor lcvd der sach,der kläffer thut mich meiden,Mit seiner macht, hat er mich bracht,in traure' v»' i» schmertze',dz er erblind, der mirs uit günddz wünsch ich jm vo' hertzen.

XI.IIlI. WAn' ich betracht, was irrig macht,die gantze welt, find ich das gelt,ein vrsach ist, wie man dan' lißt,vil in der schrifft, kein ergcr gisst,nie worden sei, dan' wer sich frei,durch gelt vn' gab, laßt wenden ab,von rechter ban, vn' nimpt sich aller schalckhcit an.

XI>V. DJe weil vm' sunst, setz alle kunstan tag wir frei gegeben,Kein wundern sol, ob er gleichwol,glert leüt ficht ellendt lebe',