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mit dcueu sie nichts anzusaugen ivissen, und die sie gern auf uns ablagernwürden. Wir sind der große Kredit gebende Staut; andere Länderschulden nns Hunderte von Millionen, Mein ehrenwerter Frennd ist eingroßer Menschenfreund, uud verlagt das Leid anderer Böller; aber wenndie Länder, die uns Hunderte von Millionen schulden, nns mit entwertetemSilber zahlen könnten, dann wären sie froh über ein solches internatio-nales Abkommen, Ich bin nicht Willens, den Geldumlauf dieses Landes,von dem sein Handel nnd sein Wohlstand abhängt, von dem guten Willeneiner fremden Nation abhängig zu machen. Ich werde denselben nie untereine lleberwachung oder eine Kontrolle durch eiu Konnte eines fremdenStaates stellen. Die Politik dieses Landes ging immer dahin, Allianzen,welche uns weiter ziehen, und europäische Kombinationen zn vermeiden,weil wir nicht wünschen, das Schicksal dieses Landes von Zufällen abhängigzn machen, welche jeden Tag eintreten," Mit dieser klaren, entschiedenenDentnng wurde im Febrnar 1895 die von oen Bimetallisten eingebrachteResolution augenommeu. Genau die gleiche Einschränknng aber crsnhrmich die diesjährige Resolution, Ansänglich wollten die Anhänger derDoppelwährung einen Beschluß des Unterhauses provozieren, wonach derenEinsnhrung die erste Bedingung siir die Landeswohlfahrt bedeute („tlmt.tilg sstadlislnnsnt ot' iutöi'NÄtiormI dimstallism vvoulä de bsusüeiÄlto t,bs döst inkei'ö8k8 ok iIÜ8 oountry"), ?cach Rücksprache mit demjiabinet strichen sie jedoch die direkte Forderung auf Einführung der inter-nationalen Doppelwährung und setzten an ihre Stelle die bedeutnngs-lose Resolution, welche wegen der Schädlichkeit der Kursschwankungendie Festlegung des SilbcrwertS dnrch ein internationales Uebcreinkommenwünscht, („Äig-t tbis Houss is ok npinion tbat ins instabilit^ ok tlrsrelative valus ot' xolä nncl silvsr sines ins aetion ok tlis I^atin Unionin 1873 lurs xroved injurions ilie best intsrest« ok tliis eonntrv,anÄ urxes UPon tlie Kovernnrent tlre aävisabilitv ok äoin^ all intbeir ponsr to seeure dv Intsrnatioiurl ^xrssinent a Stadls inonstarv^ar ot' exedun^s detwesn g-olcl an<1 silver^.)
Dieser verwässerten Resolution gab der Kanzler des Schatzamtesganz demselben Sinn, wie im Borjahr sein liberaler Borgänger Mr,Hareonrt, Er durchkreuzte gleich mit den ersten Worten die weitgehen-den bimetalliftischen Jnterpretationspläne, indem er der Resolution dieDeutung gab, daß sie sich unmöglich auf Englands Goldwährung be-ziehen könne; England will damit mir die anderen Nationen zn dem gewagtenExperiment überreden, für sich selbst dann allein die Goldwährung behalten.Das ist der Standpunkt, den England auf allen internationalen Münz-konferenzen eingenommen hat, nnd dessen gesnndcr Egoismus dnrch dieberedte Zurückhaltung der Vertreter der dortigen Goldwährung noch deut-licher beleuchtet wird. Wäre die konservative Mehrheit des Unterhauses nichtmit dieser Dentnng einverstanden gewesen, so hätte sie dies irgendwie zumAusdruck bringen nnd Hicks-Beach , infolge eines solchen Mißtrauensvotums,sofort seine Demission einreichen müssen. Dies war aber schon deshalbausgeschlossen, weil ja alles zwischen dem Ministerium und der konserva-tiven Mehrheit vorher besprochen war.
Noch deutlicher tritt der wahre Sinn der Resolution hervor, wennman die monetäre Lage der nächstbeteiligten Staaten insAnge saßt, England ist schon mit seinem Handel in die Silbcrländer undmit seiner Stapelindustric ungemein mehr an der Hebung des Silberwerts