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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
Entstehung
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Personen und nicht immer die bestnnterrichtetcn für die eine oder dieandere Seite dieser Frage das (besetz diktieren wollen ihört! hört! Heiter-keit. Man kannMonomerallisten sprechen hören, als wären die Bimetallistennotivendigerweise verrückt oder Idioten (Heiterkeit), als wäre deren ganzeTheorie so falsch nnd unmöglich, das; mau ganz vergebens auch mir dariiberspreche, lind man kann Bimetallisteu hören, die glauben, niemand könneihrer Vieblingstheorie außer anS irgend einem selbstischen Interesse opponierenHört! hört!> Ich gestehe, das? diese Grazie, je mehr ich sie studierte,mir nm so verwickelter und schwieriger erschien (elnzsrs! >. Ich null einige Worteanführen, welche in Beziehung hierauf in dem Bericht der königlichen>io»»uifssou vorkommen. Diese Kommission, bestehend ans sehr begabtenMännern, von denen viele in der deiche wohl erfahren waren, sagt am'Anfang ihres Berichtes:Es giebt kaum eine Thatsache, die mit dem(Gegenstand vertnüpst ist, über welche nicht wesentliche Meinungsverschieden-heiten herrschten. Wäre man aber selbst über die Thatsachen einig, sobliebe immer uoch ein Zweisel, ob man alle Faktoren berücksichtigt hat,nin zu einem richtigen Schluß zn gelangen: und überdies ist alles, wasdie Preise und den relativen Wert der Edelmetalle veeinslnßt, so subtilund verschiedenartig, daß es schwer ist, weuu nicht unmöglich, jeden Um-stand ans seiu wahres (Gewicht zn taxieren." Nach meiner Ansicht sinddiese Worte absolut richtig leusers!). Es müßte ein sehr weiser Maunsein, welcher gcnan beurteilen könnte, nielchen Einfluß unsere Währungauf das Wohlergehen dieses Landes, und auf die Welt überhaupt gehabtbat. Es liegt aber außer der Möglichkeit, daß irgend jemand von uusbestimmt vorher sagt und garantiert, welchen Erfolg ciuc Acndcrnng indiesem Allstem haben würde (hört! hört!).

(Relation nnd Marktpreis soweit ich imstande bin, dieZache zn ergründen, scheint es mir ganz unmöglich, eine von denSchwankungen des Marktes unabhängige Relation zwischen zwei Gegen-ttäudeu, wie Gold uud Silber, zu bestimmen, welche beide außer für dieAnsinünzuug auch anderweitigen Zwecken dienen, uud vou denen der einein fast unbeschränkte» Mengen erzengt werden kann (eliksrs!'. Ander-seits gebe ich nnch zn, daß ein tlebereiutommeu zwischen einer genügendenAnzahl von Nationen die Schwankungen beider Metalle verringerndürfte.

(Internationale Festlegung der Relation.) Aber nnn fragtsich, was für ein Wertverhältnis in solch einem internationalen Ueberein-kommen bestimmt werden sollte. Die Ver. Staaten z. B. möchten wohl das alteVerhältnis von 15',2 oder 16 zn 1 beibehalten sehen. Aber in 'Anbetracht desgegenwärtigen Marktpreises des Silbers, scheint es mir absolut uncbrlichgegenüber den Gläubigern, ein solches Verhältnis zn be-stimmen (olieei's!) Dessen Annahme müßte gerade jene Art finanziellerPanik mit allen ihren Folgen für den Kredit des Landes herbeiführen,anf welche iu frühereu Debatten hänfig, nnd von den besten Autoritätenhingewiesen wnrde. Andere haben vorgeschlagen, daß mau bei Festsetzung derRelation den nngesähren Marktpreis der beiden Metalle zn Grunde lege.Da muß ich gestehen, daß ich, bei einem solchen Verfahren, bei demes wohl nötig sein wird, entsprechend den Veränderungen der Marktpreisevon Zeit zn Zeit die Relation zn ändern, nicht einzusehen vermag, wie<'s die vagen uud übertriebenen Hoffnungen erfüllen soll, welche die Ver-treter des Bimetallisiuus hegen (elleers!).