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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
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(Opfer und Risiko für die Bertragsstaaten.) Ein andererPunlt betrifft das >>cisiko, mit dein ein solches Uebereinkonnnen fiir diebeteiligten Staaten verknüpft ist, ^m ,valt politischer Eonvnlsionen oderim >iriegssall liegt die <^'esahr nahe, das? es von einer 5eite nicht eingehalteniverde. Welchen Erfolg würde dies dann ans das Währnngsshstem der andernkontrahierenden Staaten haben? Die bloße Thatsachc eines Ziveisels ander beständigen Daner des Abkommens würde dessen Ersolg ivesentlichbeeinträchtigen. Ausdrücklich muß ich die unendliche Schwierigkeit nudKompliziertheit einer solchen Vereinbarung, ihre gewaltige Wichtigkeit für dasVand und die große (Rscchr einer Aenderung der Währnng betonen, ivennwir nicht absolut sicher sind, daß die Umstände sie rechtfertigen st 'Inzei's!)

(Allgemeine Depression.) Nun hat mein ehrenwerter freundein sehr düsteres Bild von der Vage des Vandes entworsen, Wohl machtes immer Vergnügen zn sagen:Wir sind ruiniert," >Heiterkeit!- Aberich erlaube mir doch, einige Zweifel dem gegenüber zn hegen, Nach denInformationen, die ich mir verschaffen konnte, halte ich im ganzen die Vagennseres Landes gerade sür besonders günstig. Ans diesen O.nellen kannich nicht zn der Ueberzengnng gelangen, daß die letzten vier Jahre die un-glücklichsten waren, die England je gekannt hat, ^ch glaube, daß es niemalsin irgend einem Vand der Welt eine Zeit gegeben hat, da man leichtereine ungeheure Steuerlast mit so geringer Belästigung sür den Steuer-Ilster getragen hat ((.'Iisei-s!). Ich bin deshalb verpflichtet, zu sagen,daß wenn ich die allgemeine Vage des Vcmdes erwäge, ich darin keinen Gruuderblicke, der eine Aendernng nnserer Währnng rechtfertigen würde, iGnzsrsder Opposition,) ('lAisröl'oi'ö, I nm liouncl, w «nv> U I Iool< nr tl^seunäitivn ut' tlic? cannti'v xenöi'^II^, I «es nv relvsvn ^vliatev^i' tlint^voulck ^nstik^ -r izlinn»s in cinr cnri^niv s^^tsm.)

(9cotlnge der Va ndwirtschast und Banmwollindnstrie:Goldknappheit,) Weiter fragt sich : >vas sind die Ursachen der Notlage inder Landwirtschaft nnd der Banmwollindnstrie von Vaneashire? könnten sievielleicl>t durch die Annahme des Bimetallismns geheilt werden? 5ind sie,mit anderen Worten, die ^olge der Verteuerung des (Woldes oder des Preis-falles des Silbers? Man hat die Hypothese aufgestellt, daß die hoheBewertung des Goldes am Rückgang der landwirtschaftlichen ProdukteSchuld trage, daß serner die Nachfrage nach Gold größer sei, als dasAngebot, daß infolge der Einführung der Goldwährung durch die hanpt-sächlichsteu Nationen dessen Erzeugung mit der Nachfrage nicht gleichenSchritt halten könne und daß das Sinken der Preise gewisser Artikel ansdie zu hohe Schätzung des Goldes zurückzuführen sei, Zch denke, diesvrage ist noch eine ofsene, Ist die Rachsrage nach Gold für Müuzzwcckewirklich größer, als das Angebot? Sicher ist, daß die Goldgewinnung iudeu letzten Zahreu sehr gewachseu ist, Sie war 1895 doppelt so groß,als 1885 uud ist dermalen größer, als in der glänzendsten Zeit Kali-forniens und Australiens , Möglicherweise handelt es sich mehr um dengesamten Goldvorrat, als um die jährliche Erzeugung. Wie steht es da-mit? Seit 1844 hat es uie eine Heit ^'.P'ven, wo der Goldvorrat in denBanken so groß war, als jetzt. Die Bank von England muß natürlichmit Rücksicht ans ihre Roten eine bestimmte Goldreserve haben; diese Re-serve aber ist hentc doppelt so groß als >8!>3, Und wenn man die Vageder verschiedenen europäischen Bauten untersuchte, käme man zum gleichenResultat, ^oll das eine Knappheit des Goldes sein? Es existiert keine