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städte, es sei denn, daß man einen legendenhaften Sohn Pfisters, NamensSebastian, als dessen Nachfolger gelten läßt. Erst 1481 erscheinen hierJohann Sensenschmid von Nürnberg und Heinrich Petzensteiner; siewirkten bis 1490 vereint und leisteten besonders Hervorragendes im Druckverschiedener Chorbücher, unter welchen das „Nissals oräinis 8. Lsvö-clivti", 1481, und das von Johann Sensenschmid zu Regensburg her-gestellte ,Missa.l6 RatisbousuZs", 1485, hervorzuheben sind. Als nächsterbambcrger Drucker ist Johann Pfeil, 1497 bis 1519, und nach ihmhöchstens noch Georg Erlinger zu erwähnen.
Dieser kurze Blick nach Bamberg , unerläßlich für den chronologischenLauf der Darstellung, aber nicht weiter fördernd für die Entwickelungs-geschichte der Kunst, möge zum Übergang in die nächst Mainz größteund bedeutendste Buchdruckerpflanzstätte genügen, nach
welches sich schon zu Gutenbergs Lebzeiten durch seine litterarische Thätig-keit und glänzenden Druckerzeugnisse auszeichnete. Während in Mainz die Schöfsersche Offizin bis zum Ausgange des Jahrhunderts fast kon-kurrenzlos fortbesteht und im bequemen Schritt alljährlich ein paar neueFolianten veröffentlicht, ringt in Straßburg gleich im Ansang die rast-lose Energie zweier großer Buchdrucker und Verleger um den Preis.Wie im Sturmlauf werfen ihre Pressen einen Bücherkoloß nach demandern auf den Markt. Kaum ist ein Riesenwerk vollendet, so wächstein neues heran; jedes einzelne repräsentiert aber ein Kapital, welchesbei mangelndem Erfolge den Unternehmer zu Grunde richten mußte.Indessen fließen ihnen immer neue Mittel zu, der Absatz scheint fastunerschöpflich und hält sich mit der Produktion auf gleicher Höhe; jaimmer neue Unternehmer finden sich, welche die neue Kunst mit großemErfolg geschäftlich verwerten.
Wenn auch im 16. Jahrhundert an das mächtiger aufstrebende Basel nicht hinanreichcnd, so tritt doch Straßburg in der Wiegenzeit der Kunstallen andern deutschen Städten tonangebend gegenüber, weshalb dennauch seine Bedeutung für die Geschichte des Buchdrucks und Buchhan-dels gerade in dieser Erstlingsepoche ganz besonders gewürdigt zu wer-den verdient. Es steht hier der Name Johann Mentel oder Mentelinaus Schlettstadt obenan. Er kaufte im Jahre 1447 als Goldschreiber