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6, Kapitel: Büchermarkt und Buchgewerbe 1814—1840.
und Bild in ausgedehnterer Weise miteinander verband; Kollmannin Leipzig war mit Wolffs „Pfennig - Encyklopädie mit Stahlstichen",1834 fg., vorangegangen; Carl Joseph Meyer folgte mit dem Riesen-werke des zweiundfünfzigbändigen „Großen Convcrsationslexikons" (Hild-burghausen 1839 fg.), das mit Tausenden von Bildern und Karten aus-gestattet war.
Den Klassikerunternehmungen des Bibliographischen Instituts gingenjene „Bibliotheken", „Anthologien" u. s. w. voraus, deren im zweitenKapitel Erwähnung geschah, und so manche andere Unternehmungen derzwanziger Jahre, die besonders Übersetzungen' englischer Autoren (Jrwing,Cooper, Scott) brachten, das Bändchen etwa zu 3 bis 6 guten Groschen;zu den nach Herstellung, Format und Korrektheit zeitgeschichtlich bemerkens-werten Unternehmungen auf dem Gebiete der alten Klassiker gehören KarlTauchnitz' Leipziger Stereotypausgaben in Taschenformat, die auf diesemihrem Gebiete in jenem Vierteljahrhundert die Herrschaft führten. Eineähnliche Geschäftigkeit in der Veranstaltung von Hcftausgaben in Taschen-format wie auf dem Gebiete namentlich der neuern ausländischen Klassikerherrschte schon in den zwanziger Jahren auf dem Gebiete der Zeit-geschichte: Unternehmungen wie „Unsere Zeit, Übersicht der merkwürdigstenEreignisse jvon 1789 bis 1830", Stuttgart 1826—1830, >in 140Bändchen a 4 gGr.
Das „Pfennigmagazin", das 1834 in den Verlag von F. A. Brock-haus überging, übertrumpfte schon im Jahre 1834 Julius AlexanderBaumgärtner in Leipzig mit einem „Hellermagazin":
Was sollte nun der Vater Bossange thun?Um Dankbarkeit mit Klugheit zu vereinen,Ließ er ein Gratis-Magazin erscheinen.Jetzt könnt' er keck auf seinen Lorbeern ruh'n!Allein er muß, um himmelan zu streben,Aufs Exemplar noch zu zwei Gulden geben.
So hieß es damals in Burchardts Berliner Börsenblatt, und dasEmporkommen dieser „Pfcnniglitteratur" war als Erscheinung der lit-terar- und bildungsgeschichtlichen Wandlungen und der außerordentlichenSteigerung der buchgewerblich-spekulativen Betriebsamkeit so stark und auf-fallend, daß der Artikel, mit dem Perthes im Jahre 1834 das „Börsen-blatt für den Deutschen Buchhandel" einleitete, einen einzigen Gegenstand