Klassiker. Pfenniglittcratur. Wissenschaft und Idee — Masse und Zeit. Z1Z
behandelte: die Gefährdung des Buchhandels der „Wissenschaft und Idee"durch eine neue spekulative Büchcrindustrie, die, „seit einigen Jahren"emporschwellend, durch den Geist des Pfennigmagazins „zu schwindelnderHöhe" gesteigert sei. „Eine Unruhe, ein Drängen, Treiben und Jagen"seit einigen Jahren im deutschen Buchhandel, von dem seine frühere Ge-schichte „kein Beispiel aufzustellen hat". Der deutsche Buchhandel war bis-lang der Träger deutscher Wissenschaftlichkeit, Gründlichkeit und Gediegen-heit. Jetzt will man „den Geist behandeln wie Waare, die dem bloßenErwerb dient". „Einige glänzende Unternehmungen, welche deutscheIndustrie und richtige Beachtung des augenblicklichen Bedürfnisses ausdeutschen Boden verpflanzt hat — wir meinen das Pfennig-Magazin,und alle diejenigen periodischen und encyklopüdischen Werke, die mit ihmin Concurrenz getreten sind — haben das oben gerügte unruhige Treibenbis zu einer schwindelnden Hohe gesteigert." Ihr Zweck ist „löblichund wirklich zeitgemäß". Auch den oberflächlichen Beschauer muß „derMangel aller praktischen Tendenz, die abstoßend ernste, von gelehrtemSchulstaube dick bedeckte und entstellte Form" bemerkbar geworden seilt,in der „bis noch vor wenigen Jahren" deutsche Wissenschaft aus denStudierstuben der Mehrzahl der achtbarsten Gelehrten und Forscher,„nur eben den gelehrten Standesgenossen, nicht aber dem Volke ge-nießbar", in die Öffentlichkeit hervortrat. „Vermittelung zwischen ihrund dein Volke, in welchem ein verbesserter und allgemeiner gewordenerSchulunterricht Fähigkeit und Verlangen nach Fortbildung in eben demMaße erweckt hatte, als die rasch fortschreitende Zeit und das leuchtendeBeispiel der Nachbarvölker sie nöthig machten, war schon längst dringendesBedürfnis;. . . . Allein eine Klippe droht, die zu bezeichnen die Pflichtgebietet: es ist das Versinken in den Dienst der Seichtigkeit, der Ober-flächlichkeit, der Vielwisserei, des Bilderkrames unter der täuschendenFirma der Volksbildung nur um des Gewinnes willen! Und weheunserem Volke und seiner Cultur, wenn der deutsche Buchhandel dieseKlippe zu vermeiden nicht im Stande sein sollte; wenn die Mehrzahlseiner Genossen die Wurzel des Baumes, gründliche Gelehrsamkeit undWissenschciftlichkcit, zu pflegen vergessen könnte, um in übereiliger Hastdie bunten Früchte und mit ihnen zugleich vielleicht die Knospen derkommenden Ernten zu brechen. . . Deutschlands Buchhandel hat, sowiedeutsche Gelehrsamkeit und Wissenschaftlichkeit, eine europäische Bedeutung,