Druckschrift 
Wirthschaft und Mode : ein Beitrag zur Theorie der modernen Bedarfsgestaltung / Werner Sombart
Entstehung
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C. W. KREIDELS Verlag in Wiesbaden .

Sonnige Welten.

Ostasiatisehe Reise-Skizzen

von

Emil und Lenore Selenka .

Mit 200 Abbildungen im Text und 9 faksimilirten Vollbildern.

Preis Mk. 12.60, gebunden Mk. 16..

Borneo. Japan. Java. - Sumatra. - Vorderindien. - Ceylon .

In diesem eigenartigen, mit zweihundert Illustrationen geschmückten Werkeziehen fesselnde Bilder ostasiatischen Lebens an unserem Auge vorüber.

Nicht etwa zufällige Tageserlebnisse sind es. welche Verfasser und Verfasserinvon ihren zweijährigen Reisen durch Borneo, Japan, Java, Sumatra und Vorderindienberichten, sondern intime Schilderungen jener Länder und des Geisteslebens ihrer Be-wohner. Aus den Hütten der Eingeborenen, aus dem Volksgeiste heraus klingen dieErzählungen über Sitten und Religion der Dajaks, der Malayen, der Japaner, derInder und Singhalesen uns entgegen. Das Streben nach objektiver Darstellung wirdbelebt durch eine warme Begeisterung für das rein Menschliche und die Anerkennung,das Geltenlassen auch Dessen, was den modernen Kulturbegriffen widerspricht.

Nicht erschöpfende Beschreibungen bieten die Verfasser, als vielmehr sorgfältigeSkizzen, welche in frischer ungezwungener Form charakteristische Züge der ver-schiedensten Nationen wiedergeben, hie und da belebt und ergänzt durch literarischeBelege, von denen viele dem deutschen und europäischen Leserkreise hier zum erstenMale eröffnet werden.

Das drollige Gebahren zutraulicher Orang-utang-Kinder wie die graziösen Pan-tomimen der japanischen Tlieehausmiidchen, die ärztliche Prüfung eines Dajaks inBorneo , wie die frommen Gebetsübungen der Inder, hypnotische Zustände der Javanenwie Teufelsbeschwörungen der Singhalesen, das patriarchalische Familienleben derSumatraner wie hinduistische Lebensregeln, das Strassenleben in Indiens Prachtstädtenwie in Japans Kapitale, Scenerien des majestätischen Himalaya wie der UrwälderBorneos fesseln das Interesse des Lesers. Wir erinnern uns nicht eines Reisebuchesähnlicher Art vom Büchermärkte, welches wie dieSonnigen Welten in kurzenSkizzen den Leser in die Gedankenwelt verschiedener ostasiatischer Völker einführte.

Der Verfasser, der eine Professur für Zoologie an der Hochschule zu München bekleidet, wie seine muthige Frau haben das Werk aus Tagebüchern und Briefen zu-sammengestellt. Um die Anschaulichkeit der Schilderung zu beleben, sind Photo-graphien, von denen der Autor viele selbst aufgenommen, sowie Farbendrucke, zeich-nerische Darstellungen dem Texte als autotypische und lithographische, in denrenommirtesten Anstalten hergestellte und vorzüglich gelungene Reproduktionen ein-gestreut. Treffliche Wahl und feinsinnige Anordnung der Illustrationen, die Lebendig-keit der Schilderungen verleihen dem vornehmen Buche den Charakter eines ergötzenden,anregenden belehrenden Reisewerkes.

Gleich einem bunten Strausse ist das Buch locker zusammengefügt aus Blüthenund Früchten, welche die Verfasser in den Sonnenlanden des fernen Osten pflückten.Es wird der Oeifentlichkeit übergeben,damit auch andere sich daran erfreuen mögen,die nicht mit eigenen Augen die Wunder des Ostens schauen, noch Herz und Geistseiner Menschenkinder persönlich kennen lernen können.