duktionsmittel und den persönlichen Produktionssartoren.Somit ist die Existenz des Kapitalismus die notwendigeVorbedingung des Proletariats und damit der modernensozialen Bewegung überhaupt.
Wie aber steht es mit diesem selbst? Welches sind dieBeding» ngen,unterdenendas Proletariatlebt,und wie lassen sich aus diesen Bedingungen jene eigentümlichenStrömungen und Forderungen erklären, die wir in diesemProletariat erwachsen, sich geltend machen finden werden?Man pslegt, wenn man nach den Eigentümlichkeiten des mo-dernen Proletariates gefragt wird, in der Regel zuerst zuantworten: Das ist das große Elend, in das die Massen ge-sunken sind. Das mag mit einiger Einschränkung gelten;nur darf nicht vergessen werden, daß das Elend keine spe-zifische Erscheinung des modernen Proletariates ist. Wieelend ist die Lage z. B. des Baueru in Rußland , des irischenPächters? Es musz ein spezifisches Elend gefunden werden,welches das Proletariat charakterisiert. Ich denke hier haupt-sächlich daran, daß durch die moderne Produktionsweise ge-schaffen sind jene ungesunden Werkstätten. Bergwerke, Fabri-ken mit ihrem Lärm, Staub und Hitze, daß geschaffen sinddurch diese Produktionsweise die Vorbedingungen, um be-stimmte Kategorien von Arbeitern, z. B. Frauen und Kinder indie Produktion hineinzuziehen, daß ferner durch die Agglo-meration der Bevölkerung in Industriezentren und großenStädten die Misere des äußeren individuellen Daseins ver-größert worden ist. Immerhin also können wir die Verelen-dung als ein erstes Moment für das Emporwachsen und dasEmporstreben neuer Gedanken nnd neuer Gefühle betrachten.Aber es ist das nicht das wichtigste, wenn wir nach den Grund-bedingungen der Existenz des Proletariates fragen. Schonviel charakteristischer ist es, daß in dem Augenblicke, alsbreite Massen in das Elend herabsinken, ans der anderenSeite, glanzvoll wie ein Zaubermärchen, die Million herauf-steigt. Es ist der Kontrast mit der behäbigen Villa, den