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der nicht arbeitet, leben — negativ; es soll aber auch der-jenige, der arbeitet, leben können — positiv. Das also sinddie ersten Formen proletarischer Bewegungen: Kampf gegendie äußerlich wahrnehmbaren Dinge, in denen sich derGegner gleichsam verkörpert: gegen die Fabriken und Ma-schinen, die man zertrümmert, weil man bei ihrem Auf-kommen sieht, wie sie den Handarbeitern Konkurrenz machen,gegen die Wohnungen der Unternehmer, die als die Zwing-burgen der neuen Gewalthaber erscheinen.
Eine Art von Fortschritt ist es schon, wenn an die Stelleder unmittelbar sichtbaren Dinge die dahinter liegendenRechtsordnungen treten, auf denen das kapitalistische Wirt-schaftssystem beruht, die freie Konkurrenz in der Produktion.Es ist also eine weitere Etappe in der proletarischen Bewegung,wenn diese sich zu richten anfängt auf Abschaffung jenermodernen Institutionen. So kämpft das Proletariat in Eng-land am Ende des vorigen und Anfang des jetzigen Jahr-hunderts lange Zeit für eine Wiederbelegung der Elisa-bethischen Gewerbeordnung. Diese hatte bestimmt: Es solljeder Meister auf drei Gesellen nur einen Lehrling halten.Die Lehrzeit soll auf sieben Jahre beschränkt werden,der Lohn wird durch den Friedensrichter festgesetzt :c. Esist ein instinktives Anklammern an eine Schutzwehr, dieman verschwinden sieht. Auch das ist noch zuerst unklar;im wesentlichen aber finden wir diesen gemeinsamen Zugdurch die ganze Vorgeschichte des Proletariates, daß sichdie Bewegungen halten an das, was früher war in derguten alten Zeit. So ist auch z. B. in Deutschland diedeutsche Arbeiterbewegung von 1848 erfüllt von diesem Be-streben, die alten zünftlerischen Zustände wieder herbeizu-führen. Aber alles dieses gehört deshalb in die Vor-geschichte der sozialen Bewegung, weil das eigentliche klareZiel des Proletariats fehlt.
Nun aber gehört hierher in die Vorgeschichte auch nochjene große und bekannte Bewegung, die man vielfach als die