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noch Marx 'scher Geist und nicht etwa mein eigener ist, „indem die Zeiten sich bespiegeln".
Worin ich dann die störenden „Accidentien" der Theorieerblicke, werde ich nachher zu sagen versuchen: zunächst wasich für die historisch bedeutsamen Grundgedanken — sür dasi? -Kl — der Marx schen Theorie der lsozialen Bewe-gung halte.
Zunächst und vor allem — was uns jetzt als Binsen-wahrheit erscheint — ist als wissenschaftliche That erstenRanges hervorzuheben die historische Auffassung der sozialenBewegung und die Jnbeziehungsetzung der „ökonomischen",„sozialen" und „politischen" Erscheinungen und Vorgänge.Marx wendet den Evolutionsgedanken auf die soziale Be-wegung an: Hatten auch vor Marx hervorragende Männer— ich denke z. B. an Lorenz von Stein , denjenigen Schrift-steller, der vielleicht auf Marx am meisten eingewirkt hat —Sozialismus und soziale Bewegung im Flusz historischenLebens zu erfassen sich bemüht: Keiner hatte annähernd inso klarer, keiner vor allem in so einleuchtender, wirkungs-voller Form diese geschichtlichen Beziehungen aufzudeckengewußt. Daß die politischen Revolutionen und Bestrebungenim Grunde Machtverschiebungen sozialer Klassen seien, warauch vor Marx ausgesprochen, aber wiederum von niemandin so eindringlicher Weise. Von den ökonomischen Umwäl-zungen nimmt er seinen Ausgangspunkt, um die sozialeKlassenbildung und den Klassenkampf zu erklären und daß„il v'x a jams.iL ä<z mouvsmvot xoMqug <zm ao soit social suINSMS tsmps« hatte er in der Misere (175) schon vor dem Kom-munistischen Manifest ausgesprochen. Damit aber— das ist es,was uns hier vor allem angeht —wird das Proletariatzum vollen Bewußtsein seiner selbst gebracht, daßes sich in seiner historischen Bedingtheit erkennen lernt. Ausdieser historischen Auffassung nun aber ergeben sich für Marx und für das Proletariat mit Sicherheit die Grundzüge desProgramms uud der Taktik der sozialen Bewegung. Sie sind