Marmonts und Mortiers Umkehr
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den Marsch; Kaiser Franz hatte sich zur österreichischen Südarmeenach Dijon begeben.
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Der erste wirklich energische Entschluß, der bei der Haupt-armee in diesem Feldzuge gefaßt wurde, trug sogleich seine Früchte.Die in der Richtung auf Paris vorauseilende Kavallerie der Ver-bündeten entdeckte bald die Marschkolonnen der heranziehendenMarschälle Mortier und Marmont, die gegen Vatry und Sommesousmarschierten. (Vgl. Skizze 45.) Zunächst war nur zahlreiche Kavallerieund Artillerie vor ihnen, aber deren Angriffe ließen sie bald die großeGefahr begreifen, in der sie schwebten. Unter sich den Tag überwiederholenden Gefechten wichen die beiden französischen Führerüber Fere Champenoise bis auf die Höhen von Allemant nordöst-lich Sezanne zurück. Immer mehr verbündete Reiterei, von demstets tätigen Kronprinzen von Württemberg geführt, war heran-gekommen und setzte ihnen.arg zu. Die Auflösung begann sichunter den jungen französischen Truppen fühlbar zu machen. IhrVerlust soll an 2000 Tote und Verwundete betragen haben; 4000Gefangene und 45 Geschütze ließen sie in den Händen der Ver-folger, deren Einbuße nur auf etwa 400 Mann berechnet wird.
Während dieser glücklichen Gefechte war in nordöstlicher Rich-tung Kanonendonner gehört worden. Er erweckte bei den Ver-bündeten die Sorge, bei den Franzosen die freudige Hoffnung, daßder Kaiser herankomme und sich die Verbindung mit seinen nach-folgenden Verstärkungen gewaltsam eröffnen wolle. Die eineEmpfindung war ebenso grundlos wie die andere. Die heran-rückende Parkkolonne, die weiter nördlich unterwegs war und denVersuch machte, sich an Marmont und Mortier heranzuziehen, wurdevon ihrem Schicksal ereilt. Es waren die langen Wagenzüge mitVerpflegung und Munition für die „Große Armee" unter derBedeckung zweier schwacher Divisionen, die zusammen nur 4300Mann zählten, von Pacthod befehligt. Die Nacht zum 25. Märzhatten sie in der Gegend von Bergeres zugebracht und waren am25. früh in der Richtung gegen Vitry wieder ausgebrochen. BeiVilleseneux wurde um 10 Uhr Halt gemacht und geruht. Dieschwache Kavallerie, die sich bei dem Zuge befand, hatte bis dahinnoch nichts von den Heersäulen der Verbündeten entdeckt.
Blücher, der, wie bekannt, am 24. in ClMons gewesen war,