Gedankengängen drängen, die ihm zur Zeit durchaus fernliegen. Wäre England auf dem Landwege zu treffen —etwaim Bündnis mit der mohammedanischen Welt? Die Kon-tinentalsperre weist in der Richtung eines gegen England gerichteten europäischen Zollbundes. Jedenfalls würde einsolcher Krieg, den mancher Iingo für einen bequemen Lee-Krieg ansieht, ein ganzes kriegerisches Zeitalter eröffnen.6V Millionen Deutsche sind nicht von heute auf morgenvon der Weltbühne zu fegen. Den schlimmsten Fall gesetzt:von der Weltwirtschaft abgedrängt, an den Kdern seinerbesten Kraft unterbunden, wäre Deutschland vielleicht nochreich genug, um Rußlands doch wieder auslebende asiatischePolitik zu finanzieren.
Auf Grund dieser Ungewißheiten werden Englands leitende Staatsmänner, soweit sie sich ernsthast ihrer Ver-antwortung bewußt sind, den Satz Bismarcks erwägen:^)„Ich würde niemals zureden, einen Krieg um deswillensofort zu führen, weil es wahrscheinlich ist, daß der Gegnerihn später besser gerüstet beginnen würde- man kann dieWege der göttlichen Vorsehung dazu niemals sicher genugim voraus erkennen." Leider aber wird die Politik nichtimmer von weitblickenden und ihrer Verantwortung vollbewußten Männern gemacht. Dieser Erkenntnis entsprangdie deutsche Flotte — die deutsche Flotte, nicht Sachedes Luxus, des Ehrgeizes oder gar der Eroberungssucht.Die deutsche Flotte — eine Forderung unseres barstenDaseins, unentbehrlich wie das tägliche Brot, das sie nichtnur uns, sondern auch unsern Kindern verteidigt!
Mehr noch als den Amerikanern, den Beherrschern einesKontinents, gilt das Wort Boosevelts den auf beschränkterund armer Fläche zusammengedrängten Deutschen: „KeinSchiedsspruch oder irgend ein anderes Mittel kann gefundenwerden, um zu verhindern, daß Völker, die ihre ersteund hervorragendste nationale Eigenschaft, die Fähigkeit