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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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sie wollen blos über die materielle Frage reden. Alleindas thun die Herren nicht, sie sagen: Ihr sollt gar keineSteuern bewilligen, sollt sie absolut verweigern, und nichtuntersuchen, ob die Steuern gut oder schlecht verwendetwerden. Das ist ein rein politischer Grnnd. Die Gegnerwollen mit andern Worten, daß keine Ausgaben gemachtwerden; denn wenn man einmal ausgegeben hat, hernachsagen, ich bewillige keine Steuern, das ist natürlich einevöllige Inkonsequenz, eine rein praktische Unmöglichkeit.Sie müssen sagen, ich will nicht, das; der Staat irgendwelche neue Ausgaben für irgendwelchen Zweck mache.

Ich frage, ist das eine politische Aufgabe oder nicht?kann ich blos vom Standpunkte des Zuckers, Tabaks :c.beurteilen, ob der Staat das Recht hat, eine Militärnns-gabe oder Ausgaben für Gesandtschaften, Gesetzgebung oderdergleichen zu machen? Und dennoch wollen die HerrenGegner Zoll-Parlaments-Abgeordnete wähle», die sich nichtmit politischen Aufgaben zu befassen haben. Das sindwüste Behauptungen voll der größten Widersprüche, nnd ichwill sagen, wie diese Widersprüche sich erklären. Es istdie Partei der Gegner durchaus uicht gleichartig zusammen-gesetzt, wie alle Partcieu, denen es nur darauf ankommtzu negieren, zu verneinen, die sich darin zusammenfinden,daß sie etwas Bestimmtes nicht wollen, daß sie von deneinander widersprechendsten Grüuden geleitet werden; undwer dieses Programm der Gegenpartei mit Aufmerksamkeitverfolgt, der wird deutlich sehen, wie bald der einen Mei-nung, bald der andern ein Zugeständnis gemacht ist; wieder Eine verlangt, daß man in diesem Zoll - Parlamentedoch anerkenne, daß die Ereignisse von 18liki etwas Gutesund Nützliches wären, und wie der Andere wieder will,daß man mit Hohn und Verachtung darauf sehe; nnd wieSchritt vor Schritt immer ein Satz Für und ein Satz