Gegen erscheint, damit man jedem sein Teil gebe; so daßzum Schluß das unglaublichste und undenkbarste allerMachmerke herauskam. Weuu Sie ein politisches Glaubeus-bekenntnis, ein Programm, welches die Fahne einer große»Partei bei einem wichtigen Akte sei« soll, durchleseu undfiuden darin Sätze wie diesen: „Wir wollen die Ereignissedes Jahres 1866 weder beklagen, noch in den Himmel er-heben, und wir verkennen ihre Tragweite nicht," so bitteich Sie, mit der Hand an den Kopf zu fühlen und sich znfragen, was Sie dabei denken können, wenn eine Parteinicht weiß, ob sie solche Ereignisse, wie die von 1866, be-klagen oder loben soll, und Ihnen schließlich nichts alsvöllig sinn- nnd bedeutungslose Worte zn sagen weiß. EinePartei, welche die Tragweite solcher Ereignisse, ob sie gutoder schlecht seien, nicht zu bezeichnen wagt, das istentschieden eine Partei, die nichts zu sagen weiß, weil sienichts zu denken weiß, und ich erkläre, daß die Partei, dieein solches Programm ausstellt, es nicht Wahlaufruf, son-dern Armutszeugnis nennen sollte. (Stürmisches Bravo.)
Und nun, meine geehrten Mitbürger, lassen Sie mich,da wir doch in diesem Wahlprogramm nichts finden, sehen,ob ich anderwärts aus der Diskussion, aus dem, was inder öffentlichen Besprechung in aller Mnnd sich herumwälzt,die Gründe finden kauu, die man uns entgegenwirst, undlassen Sie uns sehen, ob es uns gelingt, sie in Gestalt zubringen, so daß wir sie bekämpfen können. Hier tritt mirvor allen Dingen das entgegen, daß Sie in dem Partei-programm, wie in allen Aussprüchen der Gegenpartei eineungeheure Überschwänglichkeit finden. Wenn die Rede vondem ist, was unsere Gegner dem Volk bieten wollen, undich lese: „das ganze Deutschland ists" — „das freie Deutsch-land ", „das unbedingt in der radikalsten Weise gestaltete",„das in der vollständigsten Weise geeinigte Dentschland",