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kurz alles, was man nur von Herzen begehren kann, —das alles wolle sie, das alles erstrebe sie, diese Partei, somuß sie doch auch überzeugt sein, daß es ihr gelinge, dennsonst hat sie keinen Beruf! Sie sagt aber nicht mit einemIota, wie sie es herbeiführen will! — Ich glanbe, daß dieGegenpartei nicht stark hier vertreten ist, und ich will dahermeinem Univillen über dieses Gewähren Zügel anlegen.Doch ich kann nicht anders sagen, als: daß wer solcheglänzende Versprechungen macht nnd seit Monaten undIahren sie ausstößt uud nicht weiß, wie sie erfüllt werdensollen, daß der ein Marktschreier ist nnd Quacksalberei treibt,gleich dem Charlatan, der auf offenem Markte eine Mixturanpreist, die alle Krankheiten heilen soll, während er mirgefärbtes Regenwasser bietet. (Große Heiterkeit.)
Sie könnten ebenso gut in ihrem Programm, wie siedas geeinigte, befreite nnd in der höchsten Vollkommenheitschwelgende Deutschland versprechen, jedem Menschen täglicheine Pastete uud eine Flasche Wein versprechen, das würdesie mich nicht mehr gekostet haben. (Heiterkeit.)
Ich muß es auch für eine zweite, nicht aufrichtige undganz unhaltbare Bekämpfung unserer Anforderuugeu er-klären, wenn die Gegenpartei sagt, nnd es ist schon eherder redliche und aufrichtige Teil, der so zu Werke geht,wenn sie sagt: „ja, wir billigen, was Ihr verlangt, wiranch wollen uns einigen mit Norddeutschland nnd ein ge-samtes Deutschland herstellen; allein mit der gegenwärtigenAnordnung der Dinge sind wir nicht einverstanden und wirwollen unsere Bedingungen stellen."
Verehrte Mitbürger! Es ist sehr schöu, Bediugungenzn stellen, wenn man einige Aussicht hat, sie durchzusetzen.Wer aber in der Lage ist, mit seinem einfachen Menschen-verstände einzusehen, daß mau uicht dem Anderen mit Er-folg Bedingungen vorschreiben kann, uud dennoch vorschreibt,