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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
Seite
48
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Recht und zur Freiheit, sondern mich das Monopol desHerzens haben? »nd das; man ein Menschenfresser und ver-steinert ist, weit man zur Fortschrittspartei gehört? Aberberühren wir doch jetzt auch diese soziale Frage.

Wen« etwas iu der Welt, so ist, denke ich, doch diesoziale Frage mir mit vereinigten Kräften nicht blos derNation, sondern der gesitteten Welt, zu losen und nur mitgemeinsamen Kräften kann diese, ja nicht mehr wegzu-läugnende Frage beseitigt werden. Ich bitte nur nochum einige Sekunden Ihrer Aufmerksamkeit, um auch diesenwichtigen Punkt nicht unbesprochcn zn lassen!

Keine Zeit hat jemals ähnlich wie die nnsrige sichaufrichtig bekannt zu dem großen Spruch des Alten: Rss)8sc:ra wiser,Ein heilig Ding ist das Unglück ?c.

Wenn je eine Zeit dieser Ueberzeugung gehuldigt hat,so ist es die unsrige! Die soziale Frage ist eiue Aufgabe,die uusere Zeit sich gestellt hat, und je ernster es unsdarum zu thun ist, diese Aufgabe zu löse», um so wenigerdürfen wir leichtsinnig daran gehen, um so weniger dürfenwir sie durch leere Theorien verwirren, welche die Probenicht bestanden haben. Denn dabei steht gerade die großeGefahr vor uns, daß nnzeitigc Experimente uns hinterden erreichten Standpunkt zurückwerfen müßten.

Wenn im Augenblick Bürger unter unS sind, welcheder sozialistischeil Richtung huldige«, so werde ich ihueudie volle Wahrheit meiner Ansichten sagen. Ich willsie vor allem daran erinnern, welches die Folgen davonwaren daß in Frankreich im Jahre 1848, ohne Aussichtauf dauernden Bestand, nur zum Zweck einer politischenDiversion eine Art von praktischem Svzialismus versuchtwurde, und wie der sozialistische Charakter des PariserJuni-Aufstandes die ganze Bewegung in Europa auf Jahr-zehute zurückwarf.