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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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ordnnngen ist die Stimmeneinhelligkeit nötig, und Sie wissenja, der Herr von Finkennest nnd der Herr vvn Entenhorstsagen immer Nein, so lange man ihnen nicht auf ewigeZeiten die Dnrchgangsabgaben garantiert, welche ihre raub-gräslichen Borsahren an Markttagen zn erheben pflegten,u. s. w., n. s. w. lind da nenne ich Ihnen noch Verhält-nisse, welche die gnte Seite, die Seite des Fortschrittes inunseren Zuständen repräsentieren, denn der Bund nnd derZollverein sind ja noch Triumphe des Ganzen über dieEinzelnen. Wenn mir, eben weil ich im Auslande weile,der unendlich größte Teil des praktischen Erfahrnngs-materiats entgeht, so habe ich dagegen den Borteil (dasodiose Privilegium" würde der Jurist sageu), die Schimpf-lichkeit solcher Zustände bei der natürlichen Bergleichnngmit dem schlichtereil Geschäftsgang irgend eines nichtdeutscheuStaates in ihrer ganzen Vodenlosigkeit zn empfinden.Denken Sie sich das beschämende Gefühl, als Deutschereinem Franzosen oder Belgier dieses nrweltliche Spinnen-gewebe politischen Unsinns auseinandersetzen zu müssen.Deuu was es nur in allen BcrwattungSsystemen mangel-haftes giebt, das kombinieren wir ja in Eins zusammen.Wir habeu die Schäden der Antoritätszersplitternng nebenden Schäden der Zentralisativn; wir haben die Schleich-und Umwege des Schreiberwesens neben der Brutalität desSäbelregiments; wir haben die Unbeweglichkeit vvn obenund die Starrheit von unten, und von Hessen-Kassel bisHanan ist für ein Nachtwächter-Reskript so weit als vonParis bis Bayonne .

Nun denken Sie sich erst einen deutschen Kaufmann,der schutzbedürftig mit seiner lippe - detmoldischen Landes-kindschaft in japanischen Gewässern herumschwimmt.

Es kanu mir übrigens nicht beikommen, das Themader ausländischen Erfahrungen über den wirtschaftlichen