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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
Seite
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durch jemanden veranstaltet sein möchte, der uns an diesemschlagenden Beispiel zn zeigen hasst, wie man diesseits derPyrenäen nicht mehr von solcher Politik schöner Seelenleben kann? Denn geht nicht gerade auch die 5iuust un-serer allerradikalsteu Frciheitsmänner noch mehr nach Brotals die jeglicher anderen? Würden nicht gerade sie anssolche Hocheinhertrabende Betrachtungen mit Hohn ant-worten, das; davon dem Volte nichts in den Magen kommt,nnd das? es sich um viel nüchternere Untersuchungen,vor allem um Tagelvhu und Nachtquartier handelt? Undder ehrliche Castelar seinerseits, wird er sich nicht ausLeibeskräften dagegen wehren, solchen Republikanern alsFahnenträger voranzugehen, die je nach Kvalitiousbedürfnisbald uuter die Lassalleaner, bald unter die Ultramontanensich zu mischen für gut halten? Wir andern aber, wassollen wir auS dergleichen Studie» profitiere,?? Dasjenige,was da über das Blnt der Hnndc und Menschen steht,haben wir doch hoffentlich längst an den Schulbänken ab-gerieben, nnd damit ist zu dermaligen Zeitläusten wederHund noch Mensch von hinter dem Ofen vvrznlocken.

Dagegen siud wir weder auf der Schule, uoch auf derAkademie, noch sogar in den meisten Fällen durch dasLeben bekannt geworden mit den tausend verwickeltenFragen eines richtigen Volkshanshaltes: was in der gegen-wärtigen Versassnng unseres Landes dem Gedeihen desAckerbaus, des Gewerbefleißes im Wege stehe; in welcherRichtung die Ernährung zu befördern sei; ob Einfuhrfremder Erzeugnisse oder Pflege inländischer mehr Sorg-salt verdiene; ob der Staat die Verkehrsmittel beherrschenoder sie den Privaten überlassen solle; die Beobachtungdes Wegs, welchen jede Art von Beschäftigung und Ver-zehrnng im Laufe der Jahre durchwaudelt hat mit Nutz-anwendung auf die Zukunft. Das alles sind Dinge, welche