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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
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Bank wegen der im Jahre 1856 eingelösten fünfzehn Mil-lionen preußischer Kassenscheine zu einer Mehrausgabe vonfünfundvierzig Millionen Mark berechtigt sein solle. Aberschon bei der Verteilung des Reichspapiergeldes hattePreußen die Thatsache jener Einziehung verwertet, um zubegründen, daß ihm über den Betrag seiner umlaufendenTresorscheine hinaus etwas wie vierundzwanzig MillionenMark bei der Verteilung als reiner Gewinn in die Taschesielen. Nachdem also im Frühjahr die erwähnte Kon-vertierung des Staatspapiergeldes in Banknoten dazu hattedienen müsseu, den Gewinn des preußischen Fiskus zurechtfertigen, sollte im Herbst desselben Jahres dieselbe vorzwei Jahrzehnten vollzogene Maßregel dazu herhalten, nunauch die Preußische Bank zu bevorzugen. Ein big in iäsmin bester Form. Zum Überfluß hatten weder die Re-gierungen noch die Banken der anderen Staaten von derihnen damit eingeräumten Befugnis den geringsten Vorteilzu gewärtigem Den Regieruugeu konnte es ganz gleich-giltig sein, ob sie den betreffenden Vorschuß vom Reich odervon ihrer Landesbank erhielten; und die Banken hatteneher Nachteil als Vorteil davon zu erwarten, daß sie einebestimmte Summe zu zahlen übernahmen, gegen die bloßeMöglichkeit, den gleichen Betrag an Noten im Publikumunterzubringen, was ja auch von diesem abhing. Aber diePreußische Bank , welche keine Wahl mehr hatte, weil dieeine Seite der Operation seit achtzehn Jahren eine voll-endete Thatsache, weil also nur noch ein Vorteil ohneGegenleistung zu erlaugen war, fand ihre Rechnung beidem Paragraphen. Hier waren also keine Stimmen zu ge-winnen und hier unterlag das Projekt schon im Bundesrat.Aber charakteristisch für den Geist, in dem es aufgebautworden, ist der Vorgang allerdings.

Dennoch würde derjenige irre gehen, welcher sich nn-