ausrechnen, das; man ihnen billigere Hypotheken machenwürde, wenn der Zinsfuß am Kapitalmarkt höher wäre,das ist ihr Geheimnis. Thatsache ist, daß sie allem, wasans Flottmachung der Kapitalkräfte eines Landes hinarbeitet,ihren intimsten Haß widmen. Auf Wechsel, auf Aktien,auf Prioritäten, auf Börsenumsätze vollends himmelhoheSteuern zu wälzen, ist ihr Ideal. Denn, wenn niemandin der Stadt Geld oder Kredit bekommen kann, werden,so bilden sie sich ein, alle Reichtümer zn ihnen auf ihrenLandsitz wallfahrten, wobei nicht ausgeschlossen sein soll,daß mit einem großen Mangel an Umsatzmitteln dennochhoher Preis für die Bodenprodnkte Hand in Hand gehe.
Für diesen Geschmack ist eine Bank überhaupt keinLeckerbissen, und besonders nicht eine Zettelbank, welche be-kanntlich, allen guten Grundsätzen nach, vorab nicht aufHypotheken leihen darf. Ist aber einmal eine Bank unver-meidlich, so muß sie jedenfalls vor dem Unglück bewahrtwerden, die Welt des beweglichen Kapitals und derfinanziellen Geschicklichkeit zu bereichern.
Das Zentrum hatte es aus die Reichsbank abgesehen,die agrarische Rechte auf die Banken insgesamt. Aber daviel mehr freie Hand war, die erst zu schaffende Reichsbankzu fassen als die bestehenden Territorialbanken, so solltejene zunächst die Zeche bezahlen. Dergestalt war es beidenbis jetzt geschilderten Elementen vergönnt, manche StreckeHand in Hand zu wandern. Die Agrarier hätten für'sLeben gerne das Privatvermögen von der Beteiligung amGrundkapital der Bank ausgeschlossen. Aller Gewinn, denihre erzürnte Fantasie sich in wilden Zügen auf das blankeFeld der kommenden Zeiten hinmalt, soll in den Staats-säckel fließen, den Steuerzahler erleichtern, der Spekulationfür immer entzogen sein. Gelingt es nicht, die Reichs-bank zu einem reinen Staatsunternehmen zu machen, so