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und zahlreichen Formen desselben Stammes bezeugt, dasbestätigt nicht minder die Geschichtsforschung. Bis zurPeriode der punischen Kriege waren Kupfer und Bronzedas ausschließliche Münzmetall der Römer , und erst vonjenem Zeitabschnitt datiert der Gebrauch des aus Asien ,Afrika und Griechenland herüber mehr und mehr an Stelledes Erzes vorgedrungenen Silbers. Und wohlbemerkt,Kupfer und Erz lieferten wahrend jener älteren Periodenicht etwa den Rohstoff zn Tauschzeichen blos konventionellerNatur, wie jene oft erwähnten Muscheln (Lauriks) einigerInselbewohner der indischen Meere; sondern sie bildeteneine wirkliche Valuta, eine Münze, deren Geltung ihremmetallischen Gehalt und Gewichte entlichen war. In deralteren Zeit und bei größeren Zahlungen wurden Kupferund Erz so ausgewogen, wie das Silber noch heute (sog.8g,isis oder L^os-ssö Silber) bei den Chinesen. Daher dasWort exv6ns3, für Auslagen, stipknäiuin für Sold, livri-xsnäss für die Zahlmeister der Armee, daher ferner fürdas schwere Geld die Bezeichnung ass Aravs, lidrglisu. s. w. Auch andere mittelitalische Länder hatten dieseErzWährung, namentlich Etrurien und Umbrien. Die That-sache steht übrigens nicht vereinzelt da. Im Elsaß (erzähltz. B. eine Geschichte des Münzwesens) war am Ende des19. Jahrhunderts der Pfennig die Kurrentmünze für ge-wöhnliche Einkäufe. Er bestand aus Kupfer, und 60 wogeneine Mark, oder 120 ein Pfund. Der Preis eines ScheffelsWeizen zu 60 Pfund war sieben solche Pfennige. EinenBeleg aus viel späterer Zeit, daß Kupfer seinem Inhaltnach als Zahlmittel und Wertmesser galt, liefert die Ge-schichte Rußlands . Aus hundertfachen Beispielen wissenwir, daß die im Laufe der Zeiten eingetretenen Gewichts-verminderungen silberner und goldener Münzen zu unleid-licher Verwirrung und Beschwerde für Handel und Wandel