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machen sollten. Italien , das weder einen eigenen Umlaufzu verderben hat, noch ernstlich hoffen niag, in menschlicherZeit zu einem reinen Metallfuß zurückzukehren, nahm dieSache am heitersten. Je mehr Silber man ihm zu schlagenerlaubte, desto schöner. Über die seiner Bevölkerung ent-sprechende Quote hinaus verlangte es noch eine Licenz für20 Millionen, weil es in irgend einem Winkel das Silberdazu liegen habe und doch verwenden müfse (natürlich aufgemeinsame Kosten — denn sonst hätte es ja am Marktdasselbe als Waare verkaufen können). Belgien enthieltsich bis zum Jahre 1874 jeder Silberausprägung; dieSchweiz erklärte sogar, von der ihr eingeräumten Berechti-gung keinen Gebrauch zu macheu, that auch demgemäß imJahre 1875, nachdem sie sich im Jahre vorher, 1874, vonihrem guten Vorsatz durch irgend welche besondere Ver-führung hatte abbringen lassen. — Was wird geschehen,wenn der Aatus ano nicht mehr zu halten ist, wenn vomSilber zum Gold wird übergegangen werden müssen?Frankreich, Belgien, die Schweiz werden ihre Silberstückemit entsprechenden Opfern gegen Gold einlösen, aber wennItalien , bis dahin noch immer zahlungsunfähig, nicht im-stande ist, das Gleiche zu leisten, wer wird die Kostenzahlen? was werden die Staaten thun, deren Umlauf,deren Banken (nachdem sie sich eine Zeit lang — aber ver-gebens — dagegen gewehrt) mit den silbernen BildnissenViktor Emanuels überfüllt sind?
Faßt man dergestalt den wahren, sachlichen Verlaufnach vergangener und künftiger Seite hin ins Auge, sobraucht es eigentlich weiter keiner Auseinandersetzung überden Zerfall des Systems, welches zu dergleichen wider-sinniger und gemeinschädlicher Wirtschaft herhalten konnte,und über die morsche Grundlage desselben.
Das Jahr 1874 lief zu Ende, ohne den Hoffnungen