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Verlegenheit für das mächtige Jnselreich und rauben ihmdas Glück, mit kühlem Herzen den Perplexitäten des Fest-landes beizuwohnen. Das englische Staatsbudget ist mitseinen Einnahmen an die Ergiebigkeit der indischen Ländergebunden. Wenn diese in Silber zahlen, uud Silber immerweniger wert wird, so wird das Loch in den Einnahmenimmer größer, und jeder Peuuy, um den die Unze amMarkt sinkt, fällt als ein empfindliches Gewicht ans dieSchultern des britischen oder indischen Steuerzahlers.
Mehr und mehr ergriff daher diese Sorge alle die,welche des Haushaltes im britischen Reiche zn warten haben.Und endlich fand sie, dem politischen Herkommen gemäß,ihren Ausdruck in der Niedersetzung einer parlamentarischenKommission isvlsot eominittkk), welcher dieAufgabe zufiel: dengegenwärtigen Stand der Dinge uud deren Ursprung, nament-lich mit Rücksicht auf deu indischen Wechselkurs zu ermitteln.Ratschläge zur Abhilfe wurden nicht verlangt uud, sichstreng an ihre Borschrift haltend, vermied die Kommissionjeden Ausspruch, welcher Maßregeln anzuempfehlen scheinenkonnte. Aber ihr Bericht giebt deshalb doch deutlich genugein Bild der Lage, aus dem die Nutzanwendung leicht zuziehen ist.
Am 3. März 1876 wurde beschlossen, die Kommissioneinzusetzen. Am 15. Jnli hielt sie ihre letzte Sitzung.Der Geueralbericht, wie er gedruckt vorliegt, enthält dieSchlußresultate aus allen geprüften Dokumenten und vor-genommenen Zeugenverhören, in einer außerordentlichknappen uud unbefangenen Sprache; er ist ein wahresMuster objektiver Darstellung.
Gleich auf der dritten Seite finden wir ein an dieserStelle doppelt bemerkenswertes Zugeständnis. Es heißtda: „Gerechtfertigt erscheint die Schlußfolgerung, daß einRückblick ans das wechselseitige Verhältnis beider Metalle