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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
Entstehung
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des Buches aus; und auf seinen Kern zusammengedrängtlautet es: Zum alten Gold wird immer weniger neueskommen; so wenig am Ende, daß es sich von selbst ver-bieten wird, Münzen daraus zu prägen. Oder mit anderenWorten: Das Gold der Zukunft erlaubt nicht, an die Zu-kunft des Goldes zu glauben. Seinen Vordersatz hat nunder Verfasser mit großer Liebe zur Sache, oder, waSgleichbedeutend ist, mit großer Kenntnis der Sache durch-geführt. Dagegen ist der eigentliche Schlußsatz wenigergut weggekommen, ihn hat er sich etwas leicht gemacht.Es wird also jedenfalls nur die schönste Gerechtigkeit anihm geübt, wenn man, ihn besprechend, den Nachdruck vonvornherein auf den von ihm selbst intensiv uud extensivbevorzugten Teil der Arbeit legt uud dies schon in derÜberschrift andeutet. Auch die Gerechtigkeit gegen HerrnWolff verlangt, ihn nicht unter der fremden Firma derWelt vorzustellen. Die von mir gewühlte Aufschrift mögeunparteiisch verkünden, um welches Problem sich beide mitverschiedenem Ergebnis bemüht haben: nämlich um dieFrage nach dem wie viel oder wie wenig des Goldes derZukunft?

Die Schrift, mit der wir uns zuerst beschäftigen, hatgroßes Aufsehen erregt. Da man in Deutschland denZweikampf der Edelmetalle, zu welchem wir soeben eineentschiedene und auch wesentlich entscheidende Stellung ge-nommen haben, mit Aufmerksamkeit verfolgt, so konnte esnicht ausbleiben, daß ihre Bedeutung nachdrücklich hervor-gehoben ward. Auch da, wo für die Auffassung des Autorsder Boden durchaus nicht günstig war, hat man sich stark,in der That zu stark, von ihr beeindrucken lassen; dagegenist dem interessanten Material, das in ihr außerordentlichschön gruppiert und mit einem bei deutschen Fachmännernleider so seltenen künstlerischen Fleiß anschaulich geordnet

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