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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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entferntesten Geschlechtern, selbst dies angenommen, wäredoch der Gedanke berechtigt, daß zu frühzeitig beschlosseneAnordnungen füglich den Nachkommen mehr schaden alsnützen könnten. Eine Weichenstellnng auf Distanz vonmehreren Jahrhunderten hinaus, das ist eine Vorsichts-maßregel, welche beinahe mit Sicherheit den Zug in denGraben führeu muß. Nicht der Leichtsinn, sondern dieEinsicht in die Unberechenbarkeit der Zukunft hat die Weis-heitslehre erfunden, der Meusch solle sich mit der Plagedes Tages genügen lassen; und ans die Weltwirtschaft an-gewendet, ist Wohl ein Säkulum ein reich bemessener Tag.Hat man uns nicht auch deu Kopf schou damit warmmachen wollen, daß wir nach Jahrhunderten keine Feuerungmehr haben würden? Süß selbst kann nicht umhiu, an dieAnalogie jener Steinkohlenalarmistcn zu eriunern, welcheberechnet haben, wann in New-Castle und Nuhrort derletzte Zentner geschöpft sein wird. Nein, mit dieser Sorgelassen wir uns nicht bange machen; einstweilen mit demGold für etliche kurze Jahrhunderte in der Tasche, wollen wirruhig die Lebensreise weiter fortsetzen. Aber, könnte mauhier einwerfen, ist nicht ebenso von entgegengesetzter Seiteeine dem Silber nachteilige Prophezeiung gemacht worden?(Auch Süß erwähnt ihrer.) Wurde nicht auf sie der Ratgestützt, sich vom Silbergelde zn befreien? Nichts ist leichteranznrnfen als Analogien, nichts mit größerer Vorsicht zngebrauchen. Zunächst schöpfen die gegen das Silber ge-wendeten Argumente ihre Kraft weder aus dessen Zuwachsuvch aus dessen Abnahme, überhaupt nicht aus Vorgängenim Reich der Natur, sondern ans Erscheinungen, die sichmit innerer Notwendigkeit aus deu Grundbedingungeneines rationellen Verkehrs ergeben haben. Das zu großeGewicht im Verhältnis zuin Wert, der innere Widerspruchder Doppelwährung, das sind Gebrechen, die nicht von