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4 (1896) Politische Schriften von 1868 bis 1878
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die Welt machen. Zum Überfluß hat es niemals auNarren, Phantasten und Konfusionsräten gefehlt, denender Gedanke lächelte, der Menschheit auf diesem, in derGeschichte der Finanzthorheiten allerdings nicht uugewohu-licheu Wege der Wertdekretieruug zu helfeu. Es sei fern,alle die ehreuwerteu Leute, welche uns die bimetallischenWeltverträgc anpreisen, in einen und denselben Topf zuwerfen. Aber charakteristisch bleibt es doch, daß Napoleon III. ,welcher die Verbrüderung der lateinischen Rasse bis nachMexiko tragen wollte, anch eine Weltmünz - Konvention inParis versammelte, dagegen das nüchterne England mitseinem gesnnden Selbsterhaltungstrieb von seher am wenigstenden süßen Klängen dieser Universalsymphonie sein Ohr zuleihen geneigt war.

Diese beliebte Irrung hat sv sichtbar die Tendenz desganzen Werkes über dieZukunft des Goldes" bestimmt,daß wir uns nicht Wundern dürsen, darin auch den anderenIrrtümern zu begegnen, welche am Rande dieses Abwegsgedeihen. So wiederholt Süß den längst widerlegten Satz,daß die deutsche Münzrefvrm dem Preise des Silbers denHauptstoß gegeben habe^), unbekümmert darum, daß auchdie umfangreiche und gewiß nicht günstig voreingenommeneenglische Enqußte das Gegenteil erwiesen, namentlich aberunbekümmert darum, daß die Erfahrnng des letzten Jahresneue schlagende Gegenbeweise beigebracht hat. Man wußteschon aus der Enquste, daß die zwei bestimmenden Faktorenwesentlich in der Ergiebigkeit der Bergwerke und mehr nochin der jeweiligen Aufnahmefähigkeit Ostindiens zu suchensind; man konnte schon aus den Erfahrungen von 1871 bis1870 herausrechnen, daß die Beschlüsse sowohl wie die

*) Sie habewesentlich zum Sturz des Silberpreises bei-getragen". S. 23.