Bewandtnis zurückführen als auf das natürliche Verlangen,für ernste Verlegenheiten einen Haltpunkt in mächtige»Verbündeten zu suche«. Nicht so sehr wie Österreich durchseine Finanzlage überhaupt, aber immerhin noch sehr fühl-bar ist den Niederlanden durch ihre ausschließlich in Silberzahlenden Kolonien der Übergang zu gesunder Münz-verfassung erschwert.
Was Nordamerika betrifft, so spielen hier andere Dingemit. Giebt es da schon langst die Partei der sogenanntenJnslationisten, welche für Papiergeld schwärmen, mit demWahlspruch: „Je mehr, d. h. je schlechteres Geld, destobesser", so schuf die Entdeckung der großen Silberminendes Westens ein nenes Interesse, welches nun für dasSilbergeld eintritt und als ein Mittelding zwischen derfrivolen Papierwährung und der strengen Goldwährung dieGleichberechtigung der beiden Metalle durchzusetzen bemühtist. Aber wie mundgerecht es immer den Interessierten ge-lingen möge, ihre Vorschläge zuzubereiten, erst im Momentder letzten Fertigstellung wird die ganze Schwierigkeit derSache sich geltend machen. Schon jetzt heißt es, manmolle nicht das alte gegenseitige Wertverhältnis des Goldeszum Silber (m Nordamerika 15,99 zu 1), sondern einneues der Wertvermindernng des Silbers entsprechendesder neuen Doppelwährung zu Grunde legen. Aber ebenda mau sich anschickte, hier eine bestimmte Zahl auszu-sprechen, würde klar werden, daß man damit nichts Anderesthäte, als dem Zustande eines vorübergehenden Augen-blicks eine für alle Zeiten bindende Formel zu entlehnen.Denn wer bürgt, nach allen Schwankungen, denen wir seitfünf Jahren beigewohnt, dafür, daß gerade das am Tagedes Gesetzes geltende Wcrtverhältnis auch das der Zukunftsein werde? Und ist es dies nicht, warum gerade die eineZahl nehmen und nicht jede beliebige andere? Mau wird