Anstatt der Einleitung.
^Le undankbarer die Zeitgenossen Gntenberg's an dem größ-ten Manne des Menschengeschlecht's, je treuloser Fust anseinem Verbündeten, je liebloser die eigne Vaterstadt (nvttdie neueste Zeit ausgenommen) an dem Beglücker derMenschheit handelte, desto edler treten die Gesinnungenspater Lebender und anderer Städte hervor. Schon am24. Juni 1540 feierten die Wittenberger Buchdrucker H ansLufft, Georg Rhau und Peter Seitz mit ihrenGehülfen still das erste Jubelfest. Das darauf folgendeJahrhundert, also 1640 sah die zweite Secular-feier schon an verschiedenen Orten. Auch Leipzig ge-horte zu den deutschen Städten, welche Gntenberg's An-denken ans eine angemessene religiöse Weise beging. Fastüber alles Erwarten fiel die dritte Secularfeier (1740)aus, denn beinahe alle bedeutende Städte Deutschland's feierten es auf eine würdige und sinnige Weise; aber schondamals glänzte vor allen andern Städten Leipzig , welches,während es 1640 nur 5 Buchdruckereien zählte, zu dieserZeit schon 17 hatte, die zusammen 138 Gehülfen be-schäftigten. Das Fest dauerte zwei Tage, den 24 und25stcn Juni. Der erste war kirchlichen Feierlichkeiten, aka-demischen Reden und einem Gastmahle, woran zugleich diemeisten Buchhändler Antheil nahmen, der zweite aberausschließlich Vergnügungen gewidmet, bei denen anch dieGeHülsen betheiligt waren.
Aber Alles, was frühere Jahrhunderte gethan hatten,sollte durch Das verdunkelt werden, was zur vierten
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