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selben G^bÄldV Manche unfreiwillig aiißi-'illch üt»Ktzfe«chte^Wicht eine Unvrdnnng, nicht ein nnpassender Scherz sielunter einer so grvsien Menschemueuge vor, so sehr ivnvdas Publikum iwu dem W»hlniiftä»digreitögefühle durch-drungeu.
Dritter Tag.
Hatte mau schon die beiden vorhergehende» Tage Ge-legenyeit gehabt, sich davon zu überzeugen, ivessen eineSuds fähig ist, deren Einwohner hin''ichrlich ihrer peku-uiaren Verhältnisse nicht leicht von einer andern übertros-fen werden, so lieferte der dritte Tag den nicht wenigerschönen Beweis, daß selbst eiu Volksfest von 40 l>iö»30,000 Menschen vyne Störung begangen werden könne,sobald dessen Ty^ilnehiner von einer Ansicht durchdrungenund Alle, mehr oder weniger ans einer ziemlich gleichenStufe der Cultur stehen, ev ist dieö um so mehr zu ver-wundein, da dieses Gutenberg öfest, als das ersteeigentliche BvlkSfest Leipzig '6 bezeichnet werdenkann; denn die in frühester Zeit gehalteneu Schießen aufder Vogelwiese, oder die gareren Wallfahrten nach derKönig6.eiche und Äürgeraue, oder ivoiil gar das in neue-sier Zeir begründete Jvhauuivfest wird doch ?>iemand iniceinem solchen ?tameu belegen wollen? 9tiiti, dieses (Äu-tenbergsfest ist das erste, welches Leipzig vor wenigen Ta-gen zn seiner Ehre gehalten und gefeiert hat.
Schon am frühen Morgen deö dritten Tageö herrschteungeachtet der Anstrengungen an den vvrhergeyenden Ta-gen eine freudige Regung und ein festliches Ansehen durchdie ganze Stadt. Menschenmassen wogten durch die Stra-steu , und gegen den Mittag 'hin^ ward ein M'ivölbe nachdem andern geschlossen; war es doch der heutige Tag, anwelchem all« Klassen der Bevölkerung ihre Freude iibcx die