Denzi an, fckCä Jahrhunderts Wiege,
Das vom Glmibsnsjoch befreite,Stand ich, helfend mit zum Siege,
Meinem SPalatin zur Seite;lind es gab Athene's Eule
Und ein Seraph von dem ThronMeines Lichtbau's erster Säule
Deutungsvoll den Namen schon.
Doch mit frischer Iugendstarkc
Regte sich mein Kunstgctriebc,Als zu Gutcnbcrqes Werke
Hold sich neigte Fiirstenlicbe.Einen Sachsen herzog preise
Seiner Tppen Silbergliß.Sieh! Er ward im Land der Pleiße
Meiner Werkstatt Genius.
Griß'res ward mir nun geboten:
„Auf! beflügle deine Pressen!Weck' den Heros von den Todten,
Den die Enkel schier vergessen! " —Und ich that's mit kraft'gcn Handen,
Wie der Nachwelt Dank beweist;Denn aus jenen Niescnbändcn
Schöpft sie heut' noch Luthers Geist.
Soll ich rühmen spätre Lichter,
Die mein Hecrd noch sah entbrennen?Soll ich aus dem Buch der Richter
P a u l E m a n u e l Euch nennen? —Still! — denn nicht dem Eigeuruhme
Duftet hier ein Wcihrauchduust;Alles rühmt im Hciligthume
Dich nur, Vater unsrer Kunst!
Hier gilt Bürger nicht, noch Fremder,
Alle nennst Du ebenbürtig,Macht sie nur der Musenamter
Deines Geistes Taufe würdig.All' Ein Herz und Eine Seele
Sieh' uns heute vor Dir stehnUnd gesalbt mit Deinem Oele
Priesterlich Dein Fest begeh».