84
An Sanct Johannis festlich schönem TageErschien für ihn der heil'ge Angcnl'lick,
Du, der Erinnrung holder Zander, trageUns diesen schönen Augenblick zurück.
Es schlagen lauter ihm die Herzen,
Es leuchten ihm der Freude Kerzen.
Daß a\\d) die Gegenwart sich dein erfreueErschallt des Dankes hohes Zudellicd.
Nimm hcnt' der späten Nachwelt Dank und Weihe,Die dem Verdienste ewig grünt und blüht.
Urenkel winden heute dir zum Lohne
Des heil'gcn Nachruhms lichte Jubelkronc.
Steig' nieder von des Himmels heit'rcn Höhen,Es schwebe über uns dein großer Geist,
Dein Bild soll unter uns in Marmor stehen,
Dich, den die Nachwelt dankend ehrt und xrcißt.,
I **
Festlich hat die Pflicht es nun vollendet.
Herrlich steht nun das Verdienst geschmückt,
Was die Borwclt unsrer Zeit gespendet.Hat heut' dankbar unser Herz entzückt.
Der schönste schöner Jubcltagc
Es später Nachwelt feiernd sage.
Was Gutcnbcrg durch Gottes Huld vollbrachte.Des Buchdrucks ewig unvergänglich Werk,
Das vier Jahrhundert für die Völker wachte,Es preißt den hohen Namen Gutcnbcrg,
Die edle Kunst der wackern Typographen,
Ein Pharos leuchte sie im sichern Hafen.
Daß stets sie sich des höchsten Schutzes freue,Sei sie des Rechtes strenge Wächterin.
Sie lehre Glauben, Biederkeit und TreueUnd nähre ächten, frommen Christcnsinn.
So wird sie lautcr, stark und fest und rein
Der Throne Schmuck, das Ziel der Völker sein.
1fr. E. Dietrich.