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Einleitung zur allgemeinen vergleichenden Geographie, und Abhandlungen zur Begründung einer mehr wissenschaftlichen Behandlung der Erdkunde / von Carl Ritter
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Einleitung zu dem Versuche

den Neuern Cluver die erste alte Geographie, I. Bergmann dieerste geographische Physik, Vüsching die erste geographische Staa-tenlehre, Andere die Länderkunde anordneten: so wurde es nachsolchen Vorarbeiten und den anderweitigen Fortschritten der Zeitin der Himmels-, Erd- und Natur-Kunde erst möglich, die erstenGrundideen der physicalischen Erdbeschreibung zu erforschen. Sowurden z. B. zuerst die Thatsachen über den Bau des Erdgrnn-des von Werner in ihrem Umfange zur Sprache gebracht, dasVerhältniß der Elemente zu der Erdhülle überhaupt durch H. deSaussure, de Luc und A. v. Humboldt, das der ganzen belebtenNatur zur unbelebten durch den Grafen von Vüffon. E. A. W.v. Zimmermann war es, der zuerst das allgemeine Verhältniß derThiere zur Erdoberfläche aufsuchte, und I. F. Blumcnbach führtedie Betrachtung der Menschenrassen nach ihren physischen Ver-hältnissen in das Gebiet der Erdkunde ein.

So konnte erst die Anordnung einer solchen physicalischenGeographie möglich werden, welche hier versucht worden ist, dieaber, um alle Kraft für das ihr Eigenthümliche zu sparen, ganzauf die in sie bisher fremdartig mit cingeflochtcncn kosmischen,statistischen und politischen Verhältnisse des Erdballs Verzicht lei-stet, welche in eignen Werken durch Meister erforscht worden sind.

Physicalisch" wird diese Wissenschaft genannt, weil in ihr vonden Naturkräften die Rede ist, in sofern sie im Raume wirkenund bestimmte Formen bedingen und Veränderuugcn hervorbrin-gen. Indeß kann hier nicht blos von den Wirkungen mechani-scher und chemischer, sondern auch von organischen und minderberechneten Kräften und Wirkungen die Rede sein, die nur inder Zeit sich offenbaren und auch in verständige und sittlicheNaturen eingehen. Darum ist der herkömmliche Ausdruck, physi-kalische Geographie, als eine zu enge Sphäre des Begriffs, derungebräuchliche sich ihr mehr annähernde, physiologische Geogra-phie, als zu fremdartig und vielsinnig weggelassen, das Wesenderselben aber durch zwei bezeichnende Ausdrücke angedeutet worden.

Allgemein" wird diese Erdbeschreibung genannt, nicht weilsie Alles zu gebeu bemühet ist, sondern weil sie ohne Rücksicht auf