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Geschäftsanteile, Reservefonds und solide Gründungen an-betrifft, viel schleppender ist. Fällt doch von den 374,880 Mkeigenes Vermögen auf die Gesellschaft m. b. H. zuPudewitz beinahe 73 mit 103,618 Mk. Der Warenumsatz,speziell in Getreide in den 17 Genossenschaften beträgt rund200 000 Ztr. im Durchschnitt 10 000 To. ä 160 Mk -1 600 000Mk,d. h. er spielt im Vergleich mit den Umsätzen (Spalte 17)der verkauften landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Mitgliederdie dominierende Rolle (75%). Vergleicht man aber denEinkaufspreis der Warenbezüge (Spalte 13) mit dem Verkaufs-preis der Erzeugnisse (Spalte 17), so muss man darausschliessen, dass die Hauptaufgabe der Bezugs- und Absatz-genossenschaften in dem Ankauf von Düngemitteln, Futter-mitteln, Sämereien, Kohlen u. s. w. besteht, in dem
sicheren, risikofreien Kommissionsgeschäft. Dies risikofreieKommissionsgeschäft betreiben beim Ankauf von Waren-bezügen nicht nur die Bezugs- und Absatz-Genossen-schaften, sondern auch die meisten der anderen zum Verbandgehörenden Erwerbsgenossenschaften.
So kauften die Kreditgenossenschaften an Kohlen, Dünge-mitteln, durch die Vermittelung der Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufs-Genossenschaft:
im Jahre 1905 für 726 848 Mk„ , 1906 „ 710 509 „
„ „ 1907 „ 1 070 482 „
„ „ 1908 „ 1 311 982 „
Dies ist wohl auch der Grund, weswegen der Handelso schlecht auf die Genossenschaften zu sprechen ist.
Davon wird jedoch in folgenden die Rede sein.